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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TENACIOUS D - The Pick Of Destiny
Band TENACIOUS D
Albumtitel The Pick Of Destiny
Label/Vertrieb Sony BMG
Homepage www.tenaciousd.com
Verffentlichung 09.02.2007
Laufzeit 33:46 Minuten
Autor Daniel Ableev
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Das selbstherrliche Comedy-Duo TENACIOUS D ist zurck. Und diesmal gehen Jack Black und Kyle Gass um einiges hartrockender und gar metallischer zur Sache als auf ihrem selbstbetitelten Erstling. Der Soundtrack zum gleichnamigen Film "The Pick Of Destiny" ist eine zwar kleine, aber humoristisch und musikalisch sehr wertvolle Rock-Oper geworden! Gaststars sind diesmal nicht nur Foo Fighter Dave Grohl am Schlagzeug, sondern auch noch die Rock-Ikonen Meat Loaf und Dio, die kurze Gesangsparts in dieser fiktiven Entstehungsgeschichte von TENACIOUS D bernehmen. JB entflieht seinem katholischen Zuhause, um sich den Traum vom Rock'n'Roll zu erfllen und sein Leben der Musik zu widmen. Er trifft auf KG, der zwar beraus flink Gitarre spielen kann, aber doch alles andere als ein Star ist, zumal er eine Percke mit langen Haaren trgt, um seine nicht ganz coole Glatze zu verbergen. Nach einigen Cock Push-Ups und Co. geht es auf die Suche nach dem grenzenlose musikalische Inspiration verleihenden "Plektrum des Schicksals", welches zuflligerweise von allen groen Gitarristen der Rockgeschichte zum Anschlagen der Saiten benutzt worden ist. Dieses Ding ist nichts anderes als ein Satanszahn, den ein Mittelaltermensch - so die Legende - dem Hllenherrscher vor langer Zeit herausgeschlagen hat. Soviel zur Story, nun zu den fast ausschlielich hitverdchtigen und beraus abwechslungsreich komponierten Songs, die intelligent mit Rock-Zitaten und originellen Ideen hantieren:
Es geht los mit "Kickapoo" (irgendwie ein typisches Jack-Black-Wort). Neben Gesangsparts fr Fleisch L. und Ronny James D. (genialer Part!) gibt es hier 4 Minuten lang einen hervorragenden Album-Erffner zum Liebgewinnen. Es geht mit A-Gitarre los, allmhlich wird die Musik aggressiver, bis schlielich elektrische Gitarre und Schlagzeug das metallastige Hrerlebnis komplettieren. Es geht weiter mit dem kleinen Klassik-Medley "Classico", das sich schnell als ein perfektes Musicomedy-Vehikel fr Jack Black herausstellt. Weitere Hhepunkte sind:
"Master Exploder" - stimmgewaltig blst Jack Black einem auch ohne Mikro (ganz wrtlich, s. Film) das Hirn raus;
"Break In-City" - stellt mit dem superbst coolen "Infiltrate! Storm The Gate!"-Refrain die volle Breitseite HM dar;
"Beelzeboss" - das theatralisch-vielseitige und mit einem derbe Sprche klopfenden Endgegnersatan (beispielsweise "Now I'm complete and my cock you will suck!"; berhaupt haben die gesamten Lyrics auf dieser Platte einen latent asozialen Touch) aufwartende Meisterwerk, das wahrlich geschmackvoll ausgeklgelt und mannigfaltig entertainend ist;
Die Single-Auskopplung "POD" - JB und KG stehen auf Abkrzungsspielchen und besingen in dem titelgebenden Hit, wie sie es geschafft haben, an den Pick of Destiny heranzukommen;
"The Metal" - der krnende Abschluss des Albums und eine unzweideutige Liebeserklrung an das einzige Musikgenre, fr das man auch sterben darf, wenn es denn sein muss. Perfekte E-Riffs von Kyle Gass und der Liedtext, der aufzhlt, was und wer alles zu schwach war, um den heiligen Metal vom Thron zu stoen, machen diese Hymne vollkommen.
Alles in allem ein feines, buntes und voll (durch)knallendes Hard & Heavy-Musical der Sonderklasse! Liebt TENACIOUS D!!!
   
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