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23. Mai 2013 - Uhr
 
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TENACIOUS D - The Pick Of Destiny
Band: TENACIOUS D
Albumtitel: The Pick Of Destiny
Label/Vertrieb: Sony BMG
Website: www.tenaciousd.com
Veröffentlichung: 09.02.2007
Laufzeit: 33:46 Minuten
Autor: Daniel Ableev
Bewertung: 14 von 15 Punkten
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Das selbstherrliche Comedy-Duo TENACIOUS D ist zurück. Und diesmal gehen Jack Black und Kyle Gass um einiges hartrockender und gar metallischer zur Sache als auf ihrem selbstbetitelten Erstling. Der Soundtrack zum gleichnamigen Film "The Pick Of Destiny" ist eine zwar kleine, aber humoristisch und musikalisch sehr wertvolle Rock-Oper geworden! Gaststars sind diesmal nicht nur Foo Fighter Dave Grohl am Schlagzeug, sondern auch noch die Rock-Ikonen Meat Loaf und Dio, die kurze Gesangsparts in dieser fiktiven Entstehungsgeschichte von TENACIOUS D übernehmen. JB entflieht seinem katholischen Zuhause, um sich den Traum vom Rock'n'Roll zu erfüllen und sein Leben der Musik zu widmen. Er trifft auf KG, der zwar überaus flink Gitarre spielen kann, aber doch alles andere als ein Star ist, zumal er eine Perücke mit langen Haaren trägt, um seine nicht ganz coole Glatze zu verbergen. Nach einigen Cock Push-Ups und Co. geht es auf die Suche nach dem grenzenlose musikalische Inspiration verleihenden "Plektrum des Schicksals", welches zufälligerweise von allen großen Gitarristen der Rockgeschichte zum Anschlagen der Saiten benutzt worden ist. Dieses Ding ist nichts anderes als ein Satanszahn, den ein Mittelaltermensch - so die Legende - dem Höllenherrscher vor langer Zeit herausgeschlagen hat. Soviel zur Story, nun zu den fast ausschließlich hitverdächtigen und überaus abwechslungsreich komponierten Songs, die intelligent mit Rock-Zitaten und originellen Ideen hantieren:
Es geht los mit "Kickapoo" (irgendwie ein typisches Jack-Black-Wort). Neben Gesangsparts für Fleisch L. und Ronny James D. (genialer Part!) gibt es hier 4 Minuten lang einen hervorragenden Album-Eröffner zum Liebgewinnen. Es geht mit A-Gitarre los, allmählich wird die Musik aggressiver, bis schließlich elektrische Gitarre und Schlagzeug das metallastige Hörerlebnis komplettieren. Es geht weiter mit dem kleinen Klassik-Medley "Classico", das sich schnell als ein perfektes Musicomedy-Vehikel für Jack Black herausstellt. Weitere Höhepunkte sind:
"Master Exploder" - stimmgewaltig bläst Jack Black einem auch ohne Mikro (ganz wörtlich, s. Film) das Hirn raus;
"Break In-City" - stellt mit dem superbst coolen "Infiltrate! Storm The Gate!"-Refrain die volle Breitseite HM dar;
"Beelzeboss" - das theatralisch-vielseitige und mit einem derbe Sprüche klopfenden Endgegnersatan (beispielsweise "Now I'm complete and my cock you will suck!"; überhaupt haben die gesamten Lyrics auf dieser Platte einen latent asozialen Touch) aufwartende Meisterwerk, das wahrlich geschmackvoll ausgeklügelt und mannigfaltig entertainend ist;
Die Single-Auskopplung "POD" - JB und KG stehen auf Abkürzungsspielchen und besingen in dem titelgebenden Hit, wie sie es geschafft haben, an den Pick of Destiny heranzukommen;
"The Metal" - der krönende Abschluss des Albums und eine unzweideutige Liebeserklärung an das einzige Musikgenre, für das man auch sterben darf, wenn es denn sein muss. Perfekte E-Riffs von Kyle Gass und der Liedtext, der aufzählt, was und wer alles zu schwach war, um den heiligen Metal vom Thron zu stoßen, machen diese Hymne vollkommen.
Alles in allem ein feines, buntes und voll (durch)knallendes Hard & Heavy-Musical der Sonderklasse! Liebt TENACIOUS D!!!
   
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