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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

IN FLAMES - Reroute to Remain
Band IN FLAMES
Albumtitel Reroute to Remain
Label/Vertrieb Nuclear Blast
Homepage www.inflames.com
Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Die neben Dark Tranquillity als Begrnder des Melodic Death bekannten In Flames verffentlichen jetzt ihr neuntes Release seit 1994! Die Band deren Gitarrist Jesper Strmblad auch Songwriter bei Hammerfall ist, hat wie keine andere Heerscharen von Nachahmern hinter sich her gezogen. Bse Zungen behaupteten frher, es wren einfach Maiden Songs auf Speed mit krassen Vocals, das halte ich fr bertrieben, doch mit den Doppelleadgitarren hat man sich schon u.a. was von Maiden abgeschaut. Man muss In Flames aber zu gute halten, dass sie nicht wie andere Death Metal Bands durch sogenannte Weiterentwicklung ihre alten Fans vergrault haben und auf grssere Kuferschichten schielen: Poppig werden! Sie gingen auch nicht den Weg, den z.B. Bolt Thrower gehen und machen immer die selbe (aber geile) Platte. In Flames haben sich behutsam von Platte zu Platte entwickelt, nicht viel aber etwas. Schon bei "Clayman" hat Snger Anders Friden mit cleanen Vocals gearbeitet, dies wurde jetzt etwas ausgeweitet, jedoch wurde der gewohnte aggressive Gesang beibehalten, so dass mehr Abwechslung ist. Aber es In Flames machen es dem Hrer nicht gerade einfach, die Songs brauchen einige Durchlufe um zu znden. Sie haben die grsste Bandbreite der Bandgeschichte auf eine Platte gezaubert. Sogar die akustischen Gitarren, der ersten Scheiben, wurden wieder in anderer Form hervorgezaubert. Doch gehen wir auf die einzelne Songs mal ein: Der Opener und Titelsong "Reroute To Remain" ist ein typischer Midtemposong von In Flames, der auch auf der letzten Scheibe "Colony" htte drauf sein knnen! Der nchste Song "System" zeigt die neue Seite von In Flames, das Stck ballert flott los wandelt sich darauf in ein ruhiges Lied mit melancholischem Gesang, danach geht es wieder ins hrtere Anfangsthema ber. So berraschende Achterbahnfahrten findet man auf dem ganzen Album. Auffallend ist der verstrkte Einsatz von Keyboards zur Atmosphre und nicht immer zur Melodiefhrung. Die herausragendste Entwicklung hat Snger Anders Friden gemacht, neben traditionellen In Flames Songs wie "Drifter" oder "Trigger" (die haben es wieder mit kurzen Titeln!), gibt es auch Experimente wie verzerrter Gesang ("Transparent"). Einigen Leuten wird es sicher bel aufstossen, dass In Flames eine Ballade gemacht haben, wo frher mal ein folkloristischer Akustikteil war, ist heute ein Song: "Dawn of A New Day" kommt gut und hat auch diese akustischen Gitarren von ganz frher und Anders singt, flstert und leidet in diesem Stck, genauso gestrickt ist das kurze "Metaphor". Dem gegenber stehen flotte Banger ("Egonomic"), die wirklich kein Tralala-Kram sind und alte Hrtegrade einhalten. Eine doofe Umschreibung, die aber wie die Faust aufs Auge passt. Das Lied wird durch den guten Chorrefrain griffiger, den man eher aus dem Power Metal Bereich kennt, aber an In Flames angepasst wurde. In Flames haben durch ein komplexeres Songwriting und dem Einbau elektronischer Sounds, Tempiwechseln und dem bereits fter erwhnten Gesang, eine Stufe erreicht, die man sich erhren muss. Hier sind wir uns mal alle einig, die Platte wchst bei jedem Hren und mir hat sie anfangs gar nicht gemundet. Daumen hoch! Fazit: In Flames haben sich selbst neu erfunden und es geschafft die abwechslungsreichste Platte ihrer Karriere zu machen.
   
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