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18. Juni 2013 - Uhr
 
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11398 Reviews in der Datenbank
PARADISE LOST - Symbol Of Life / Paradise Lost
Band: PARADISE LOST
Albumtitel: Symbol Of Life / Paradise Lost
Label/Vertrieb: Gun Records
Website: www.paradiselost.uk
Veröffentlichung: 01.12.2006
Laufzeit: 41:44 & 41:57 Minuten
Autor: Thorsten Dietrich
Bewertung: 11 von 15 Punkten
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Zwei CDs zum Preis von einer ist besser als eine doofe Best Of oder Liveplatte! Das dachte man sich auch bei Gun Records und brachte dieses Paradise Lost Package heraus.
Die früher als Initiatoren des Gothic Death Metal bekannten Musiker von Paradise Lost, sind nach dem sehr Depeche Modelastigen "Host" und dem irgendwie guten aber etwas kraftlosen "Believe In Nothing" mit "Symbol Of Life" (2002) zu einer Mischung aus "Believe In Nothing" und "One Second" zurückgekehrt, man rockt mit neumodischen Sounds verwoben. Die Stimme des Ex Grunzers (lange ist es her) Nick Holmes hat seit meinem letzten intensiven Erlebnis mit der Band ("One Second"), noch mal eine Metamorphose erlebt, sie wirkt heller und klarer. Es scheint als wollen Paradise Lost die Fans der neueren Alben behalten und alte zurückgewinnen, jedenfalls regieren die Gitarren auf dieser Platte etwas mehr! Auf jeden Fall sind die Songs gut, die bewährten Paradise Lost Melodien und ein sehr abwechslungsreicher Gesang von Nick Holmes lassen an alte Großtaten denken. Das Keyboard ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der Band geworden, am Besten gefällt es mir, wenn es im Pianosound klimpert, die manchmal eingestreuten neumodischen Effekte und der kalte Drumsound gefallen mir dagegen nicht so gut, was aber von tollen Songs, die Tiefe besitzen wieder wett gemacht werden. Die früher von Gregor Macintosh bekannten Solos sucht man hier vergebens, hier ist alles kompakter und auf den Punkt gebracht, weniger verspielt. Es sind einige Hits auf der CD, die natürlich kein zweites "Icon" darstellt, aber eine gute Platte, die nicht so relaxt und drucklos wie die auch nicht schlechte "Believe In Nothing" Scheibe klingt. Die Briten haben also wieder mehr Biss und das war nötig! Freunde von Frauengesang, werden den Auftritt der Gastsängerin mögen, der sehr hitverdächtig geworden ist. Für meinen Geschmack könnten die Gitarren noch mehr braten, da denke ich schon wieder wehmütig an den alten Kram. Trotzdem ist "Symbol Of Life" eine gute Scheibe, mit der man verlorenen Boden zurückgewinnen kann.
15 Jahre nach "Lost Paradise" dem Debüt der Briten Paradise Lost schließt sich der Kreis mit dem aktuellen und 10. Studioalbum "Paradise Lost" (2005). Nette Idee! Aber auch ein Wink mit dem Zaunpfahl....
Nach schlechten Kritiken ging es mit "Believe In Nothing" und dem guten "Symbol Of Life" wieder aufwärts für das Quintett. Am Ziel sind sie mit "Paradise Lost" angelangt, zwar stieg der langjährige Drummer Lee Morris aus (für ihn kam Sessiondrummer Jeff Singer), dafür ist die Musik eine Weiterführung der beliebtesten Alben der Band, eine Mischung aus "Icon" und "Draconian Times".
Die Gitarren des Zauberduos Greg Makcintosh und Aaron Eedy stehen wieder klar im Vordergrund. Zusammen mit Nick Holmes Stimme, der als Wanderer zwischen den Welten von Melancholie und Verzweiflung ausnahmslos überzeugt und dabei von soft bis rau alle Gesangsfacetten gut rüberbringt. Das ist es was PL ausmacht! Auch die Keyboardteppiche, die aber dezent im Hintergrund für Klangfarben sorgen, sind ein Eckpfeiler des Sounds, welcher besser nicht sein könnte.
Das Songwriting lag wie immer in den Händen Mackintosh (Musik) und Holmes (Gesang), die ein Album so typisch für Paradise Lost gemacht haben, dass auch abgewanderte Fans in Scharen zurückströmen werden. Jetzt werden vielleicht einige denken, das "Paradise Lost" ein "Nummer Sicher" Album ist und die Band im allgemeinen Metaltrend den Weg und die Haare wieder gefunden haben. Für mich zählt aber nur die Musik! Anspieltipps gebe ich keine, da die Platte ein Gesamtkunstwerk ist!
Insgesamt eine feine Sache, wo nur die geizige Spielzeit beider Alben etwas stört!
   
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