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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PARADISE LOST - Symbol Of Life / Paradise Lost
Band PARADISE LOST
Albumtitel Symbol Of Life / Paradise Lost
Label/Vertrieb Gun Records
Homepage www.paradiselost.uk
Verffentlichung 01.12.2006
Laufzeit 41:44 & 41:57 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Zwei CDs zum Preis von einer ist besser als eine doofe Best Of oder Liveplatte! Das dachte man sich auch bei Gun Records und brachte dieses Paradise Lost Package heraus.
Die frher als Initiatoren des Gothic Death Metal bekannten Musiker von Paradise Lost, sind nach dem sehr Depeche Modelastigen "Host" und dem irgendwie guten aber etwas kraftlosen "Believe In Nothing" mit "Symbol Of Life" (2002) zu einer Mischung aus "Believe In Nothing" und "One Second" zurckgekehrt, man rockt mit neumodischen Sounds verwoben. Die Stimme des Ex Grunzers (lange ist es her) Nick Holmes hat seit meinem letzten intensiven Erlebnis mit der Band ("One Second"), noch mal eine Metamorphose erlebt, sie wirkt heller und klarer. Es scheint als wollen Paradise Lost die Fans der neueren Alben behalten und alte zurckgewinnen, jedenfalls regieren die Gitarren auf dieser Platte etwas mehr! Auf jeden Fall sind die Songs gut, die bewhrten Paradise Lost Melodien und ein sehr abwechslungsreicher Gesang von Nick Holmes lassen an alte Grotaten denken. Das Keyboard ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der Band geworden, am Besten gefllt es mir, wenn es im Pianosound klimpert, die manchmal eingestreuten neumodischen Effekte und der kalte Drumsound gefallen mir dagegen nicht so gut, was aber von tollen Songs, die Tiefe besitzen wieder wett gemacht werden. Die frher von Gregor Macintosh bekannten Solos sucht man hier vergebens, hier ist alles kompakter und auf den Punkt gebracht, weniger verspielt. Es sind einige Hits auf der CD, die natrlich kein zweites "Icon" darstellt, aber eine gute Platte, die nicht so relaxt und drucklos wie die auch nicht schlechte "Believe In Nothing" Scheibe klingt. Die Briten haben also wieder mehr Biss und das war ntig! Freunde von Frauengesang, werden den Auftritt der Gastsngerin mgen, der sehr hitverdchtig geworden ist. Fr meinen Geschmack knnten die Gitarren noch mehr braten, da denke ich schon wieder wehmtig an den alten Kram. Trotzdem ist "Symbol Of Life" eine gute Scheibe, mit der man verlorenen Boden zurckgewinnen kann.
15 Jahre nach "Lost Paradise" dem Debt der Briten Paradise Lost schliet sich der Kreis mit dem aktuellen und 10. Studioalbum "Paradise Lost" (2005). Nette Idee! Aber auch ein Wink mit dem Zaunpfahl....
Nach schlechten Kritiken ging es mit "Believe In Nothing" und dem guten "Symbol Of Life" wieder aufwrts fr das Quintett. Am Ziel sind sie mit "Paradise Lost" angelangt, zwar stieg der langjhrige Drummer Lee Morris aus (fr ihn kam Sessiondrummer Jeff Singer), dafr ist die Musik eine Weiterfhrung der beliebtesten Alben der Band, eine Mischung aus "Icon" und "Draconian Times".
Die Gitarren des Zauberduos Greg Makcintosh und Aaron Eedy stehen wieder klar im Vordergrund. Zusammen mit Nick Holmes Stimme, der als Wanderer zwischen den Welten von Melancholie und Verzweiflung ausnahmslos berzeugt und dabei von soft bis rau alle Gesangsfacetten gut rberbringt. Das ist es was PL ausmacht! Auch die Keyboardteppiche, die aber dezent im Hintergrund fr Klangfarben sorgen, sind ein Eckpfeiler des Sounds, welcher besser nicht sein knnte.
Das Songwriting lag wie immer in den Hnden Mackintosh (Musik) und Holmes (Gesang), die ein Album so typisch fr Paradise Lost gemacht haben, dass auch abgewanderte Fans in Scharen zurckstrmen werden. Jetzt werden vielleicht einige denken, das "Paradise Lost" ein "Nummer Sicher" Album ist und die Band im allgemeinen Metaltrend den Weg und die Haare wieder gefunden haben. Fr mich zhlt aber nur die Musik! Anspieltipps gebe ich keine, da die Platte ein Gesamtkunstwerk ist!
Insgesamt eine feine Sache, wo nur die geizige Spielzeit beider Alben etwas strt!
   
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