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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DORNENREICH - Durch den Traum
Band DORNENREICH
Albumtitel Durch den Traum
Label/Vertrieb Prophecy
Homepage www.dornenreich.com
Verffentlichung 24.11.2006
Laufzeit 50:48 Minuten
Autor Sabine Jordan
Bewertung 14 von 15 Punkten
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"Schlfst Du? Wache ich? Sind wir Traum? Welt und ich?" fragt Eviga sich und uns im ersten Stck. Ich bin wach und taumel in eine Menge von Gedanken: meine Trume, die Welt, die vielleicht anders ist, oder doch nicht? Man sollte nicht versuchen Dornenreich zu kategorisieren, man muss sich darauf einlassen um in die Tiefen dieser Klangkunst einzutauchen. Musik und Lyrik bilden eine Einheit, so dass eine unglaubliche Atmosphre entsteht. Manchmal erinnert mich "Durch den Traum" an ein Hrspiel. Ein Hrspiel, das uns wegweisend ein Bewusstsein fr unsere Trume, Gedanken und Sehnschte zu zeigen vermag. Die Texte lassen gengend Raum, sie zu interpretieren, ein Ansporn sich damit und mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Dieses Mal mssen wir uns auch keine 5 Jahre gedulden, denn aus dem Material der "Sharrketim"-Sessions konnte innerhalb von 12 Monaten ein neues Werk erschaffen werden. Die Titel sind von I bis VIII durchnummeriert. Die Stcke gehen ineinander ber, sind mal langsam und ruhig, von instrumentalen Parts zu flsternden und geschrienen Passagen, dann wieder schneller und manchmal unterlegt mit dem tiefen, klaren Gesang von Valnes, der nun als Gastmusiker zu hren ist (Er verlie im Frhjahr diesen Jahres). So ist "Durch den Traum" stellenweise wieder lauter, gitarrenlastiger und aggressiver als sein Vorgnger "Hexenwind", der hingegen meditativer auf uns einwirkte. Die beiden Alben stehen sich jedoch in nichts nach, was Atmosphre und Gefhl anbelangt. Dass man ber Geschmack nicht streiten braucht wissen wir ja, aber manchmal gibt es Extreme, wie auch bei Dornenreich. Bisher habe ich nur Menschen getroffen, die Dornenreich entweder lieben oder hassen. Die Musik ist eben nicht massentauglich, das soll sie auch nicht sein. Damit habe ich sowieso schon zu viele Worte verloren, ber eine Musik, die ich nicht beschreiben kann, die Stimmungen und Gefhle hervorruft, die tiefer gehen als (meine) Worte es vermgen. Ich htte nichts anderes erwartet von Dornenreich und freue mich auf die "zuknftigen" Alben, die hoffentlich noch folgen werden.
   
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