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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KRYPTERIA - Evolution Principle
Band KRYPTERIA
Albumtitel Evolution Principle
Label/Vertrieb EMI Music
Homepage www.krypteria.de
Verffentlichung 04.08.2006
Laufzeit 21:09 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Die EP "Evolution Principle" der female-fronted Rockband KRYPTERIA stellt laut Info den eigentlichen Anfang der Bandgeschichte dar. Beide Vorgngerplatten seien eher als Auftakt zu sehen, man wusste noch nicht so recht in welche Richtung die Entwicklung gehen solle, hatte noch nie live gespielt und die Band besa vielmehr einen Projektcharakter. Doch dafr kann die Gruppe bereits enorme Erfolge verzeichnen. So fllt man im asiatischen Raum 7.000er Hallen, schrieb die Fan-Hymne der sdkoreanischen Fuball-Nationalmannschaft und bekam 2005 Gold fr die Ballade "Liberatio", die zu Gunsten der Tsunamiopfer auf RTL gespielt wurde.
Aber was macht denn eine junge Band wie KRYPTERIA so erfolgreich? Hrt man sich den 5-Tracker an, wird dem Musikfan schnell klar, dass hier bewusst auf "Alt"-bewhrtes zurckgegriffen wird um einen Erfolg sicher zu stellen. Hier werden GothRock-Elemente aufgegriffen, mit etwas Bombast, also fetten Chren und klassischen Orchestrationen, angereichert, dazu der ntige Schuss Metalriffs und natrlich eine hbsche kleine Sngerin mit ausgebildeter Stimme. Doch sind dies nicht die einzigen Parallelen zu aktuell populren Acts wie EVANESCENCE, NIGHTWISH oder WITHIN TEMPTATION. In Arrangements und Melodiefhrung geht man oft auf Nummer sicher und gibt den Leuten bereits aus den Medien Bekanntes, in leicht abgewandeltem Gewand. So sind die hnlichkeiten von "Lost" und "The Promise" zu EVANESCENCEs letzten Erfolgen ziemlich deutlich. Der Refrain des Openers "Sweet Revenge" ist nahezu 1:1 bernommen von SAGAs "Wind Him Up", obwohl ich mir nicht sicher bin, ob dies wirklich beabsichtig war. "No More Lies" und "Na Ga Ja" bilden den Schluss der Platte, wobei es sich um ein und den selben Song handelt, einmal in Englisch und einmal in Vietnamesisch (die oben erwhnte Fan-Hymne). Irgendwie kannte ich auch dieses Stck schon, bevor ich die EP berhaupt in die Hnde bekam.
Fr meinen Geschmack ist die Musik zwar nett, jedoch viel zu poliert und schon fast dreist marktorientiert. Im Endeffekt gesichtslos und viel zu kurzlebig. Einem Trend folgend, der sptesten nach drei, vier Jahren verschwunden sein wird. Doch bis dahin werden KRYPTERIA die Zeit nutzen und eine Menge Geld mit ihrer Schablonenmusik scheffeln. Es sei ihnen gegnnt.
   
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