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19. Mai 2013 - Uhr
 
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TERROR - Always The Hard Way
Band: TERROR
Albumtitel: Always The Hard Way
Label/Vertrieb: Trustkill/Roadrunner
Website: www.terrorhc.com
Veröffentlichung: 21.07.2006
Laufzeit: 29:02 Minuten
Autor: Thomas Roos
Bewertung: 15 von 15 Punkten
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Was soll ich zu Terror noch groß schreiben? Die könnten wahrscheinlich noch tausend Alben raus bringen und ich würde jedes einzelne davon verschlingen. Auch auf ihrem zweiten Album hat sich im Vergleich zum Vorgänger und zur EP im Grunde nichts geändert. Es gibt auch keinen Song hervor zu heben, weil wieder ein Knaller nach dem anderen raus gehauen wird. Ein Fortschritt ist dennoch zu verzeichnen, aber eben nur im Kleinen. Eine Band, die sich seit ihrer Gründung wie eine Rakete an die Hardcore-Spitze gespielt hat und sich beständig dort bewegt, kann nun mal nicht mehr viel weiter gehen. Muss das einfach auch nicht, solange sie den Level hält. An den kleinen Veränderungen fällt auf den ersten Blick das Artwork, vorrangig das Bandlogo, auf. Geht von der Moderne etwas mehr in Richtung Old School und erinnert vor allem auch durch den Album-Titel in altdeutscher Schrift an New Yorker Bands Mitte der 90er. Eine Veränderung, die sich etwas mehr niederschlägt, ist die Produktion. Da ich hier eine Vollversion vorliegen habe und der Vorgänger lediglich in einem amateurhaften weißen Pappschuber ohne jegliche weitere Info gekommen ist, fällt es mir schwer, eine konkrete Aussage zu treffen, aber ich würde wetten, es handelte sich vor zwei Jahren um einen anderen Produzenten. Im aktuellen Fall zeichnete Zeuss verantwortlich und das hört man auch. Wer sollte es in der Riege der obersten Hardcore-Bands heute auch anders sein? Im Vergleich zu den alten Sachen klingt das ein klein wenig ungewohnt, auf der anderen Seite aber auch ein klein wenig praller. Zeuss-typisch einfach. Je öfter man das hört, desto eher nimmt man es auch automatisch als den typischen Terror-Sound an. Ich persönlich bräuchte diese kleine Nuance im Sound gerade bei einer Band wie Terror nicht, aber sie schadet auch nicht und ist nun mal zeitgemäß und entspricht dem, was angesagt ist. Weitere Veränderungen fanden noch innerhalb der Besetzung statt. Frankie 3 Gun beispielsweise ist mittlerweile komplett zu Hatebreed gewechselt, den fehlenden Platz übernahm während der letzten Europa-Tour aushilfsweise ja Martin von den Homies in Donnybrook, der nach Frankies endgültigem Ausstieg nun zum festen Mitglied geworden ist. Die Gastsänger Eddie Sutton von Leeway und Aaron Knuckles von Death Threat bereichern die Platte noch, einige überraschen wird aber der Auftritt von Emcee Murs und Mr Dibbs von Atmosphere mit ihrem Hip Hop Check In. Die Lyrics handeln wieder vom harten Leben in der sozialen Unterschicht und der Bedeutung der Szene, die Angehörigen dieses Standes einen Platz bietet. Sowohl das Leben als auch die Szene werden ebenso von ihren negativen Seiten beleuchtet, aber der positive Ausblick geht dabei nie verloren. Das ist etwas, das man so kaum bei einer anderen Band findet und man fühlt die Energie und Lebensfreude, die Scott Vogel aus der Szene zieht und die man immer wieder aufs neue live bestaunen kann. Auf keinen anderen, wobei er auch repräsentativ für die Band steht, treffen solche Szeneschlagwörter wie Commitment, Dedication und Realness eher zu. Langer Rede kurzer Sinn: Mit kleinen, sinnvollen Veränderungen ist das neue Terror Album genau das, was man sich erwartet und gewünscht hat.
   
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