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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ANCIENT RITES - Rvbicon
Band ANCIENT RITES
Albumtitel Rvbicon
Label/Vertrieb Season Of Mist
Homepage www.ancientrites.be
Verffentlichung 15.05.2006
Laufzeit 45:56 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Seit 1988 rumoren ANCIENT RITES bereits quicklebendig durch den Underground und erfreuen ihre zahlreiche Fans heuer mit ihrer fnften Platte. "Rvbicon", der Nachfolger des 2001er Werks "Dim Carosa" wurde wieder im bandeigenen Soundlab Studio eingespielt und berzeugt durch eine satte, warme und ausgewogene Produktion. Textlich verfolgt man ein loses Konzept, das sich in Teilen mit dem rmischen Imperium beschftigt, mit der Anspielung auf Caesars berquerung des Rubikons aber auch einen (sprichwrtlichen) Schritt weiter geht und dabei jeden einzelnen auffordert, seinen eigenen Rubikon zu meistern, seine Fesseln zu sprengen.
Musikalisch geht das Septett wieder eigene Wege, die sich konsequent jeder simplen Kategorisierung verweigern. Nach dem orientalisch angehauchten, in seinem Hhepunkt in den ersten Track "Templar" kulminierenden Intro "Crvsade" gibt es ein enormes metallisches Spektrum zu hren, das erst einmal verdaut werden will. Sicher sind die Black-Metal-Wurzeln in Form von flotten Ausbrechern und teils geifernden Vocals noch da, ANCIENT RITES sind aber weit mehr als das. Neben thrashigen Passagen stechen vor allem massig klassische, fast schon proggige Strukturen durch, die durch ihre Vielschichtigkeit erst nach mehreren Durchlufen vollstndig znden. Omniprsent ist daher auch das Keyboard, das oft im Vordergrund die Songs mit akzentuierenden und/oder flchendeckendes Klngen begeleitet. Das trgt zwar sehr zum epischen Touch der Scheibe bei, hier und da wrde man sich allerdings etwas weniger Elektronik wnschen, da mancher Song kurz vor berladen wirkt. Auch die in verschiedenen Tracks verbratenen Frauen-Vocals sind eher durchwachsen. Da sie aber selten vorkommen und - wenn nicht zu hoch intoniert - schon ihre Berechtigung haben, schmlert das den Genuss nur unwesentlich. Aber wenn wir schon am Mikro-Stnder stehen: Gunthers Vocals sind auch nicht so der Bringer. Das liegt zum einen an den oft verwendeten Flster-Keifs und zum anderen an der Tatsache, dass sie zu leise und damit zu kraftlos abgemischt wurden.
Somit ist "Crvsade" ein Album geworden, das nicht perfekt ist, dem aufgeschlossenen Metaller (und den langjhrigen Fans sowieso) aber dennoch eine ganze Menge zu bieten hat. Checkt bei Unentschlossenheit die genialen "Thermopylae", "Invictvs" und "Ypres"!
   
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