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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

HEAD CONTROL SYSTEM - Murder Nature
Band HEAD CONTROL SYSTEM
Albumtitel Murder Nature
Label/Vertrieb VME / Twilight
Homepage www.headcontrolsystem.com
Verffentlichung 26.05.2006
Laufzeit 42:23 Minuten
Autor Snke Hansen
Bewertung 11 von 15 Punkten
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HEAD CONTROL SYSTEM - eine Band, gegrndet von Kristoffer Garm Rygg, dem Mastermind von ULVER, sowie seinem Kumpel Daniel Cardoso von RE:AKTOR. Doch wenn man nur auf diese Namen schielt, kommt man nicht dahinter, was fr ein Musikstil in ihrem Debt "Murder Nature" verpackt ist! Zwar bin ich immer noch kein Freund von einer Band, deren Mitglieder noch in zehn anderen Bands zocken, aber in diesem Falle ist mal echt was Lohnenswertes raus gekommen. Zuerst nervt dann aber doch erstmal das 1:30 Minuten lange Intro, bestehend aus nur zwei hohen Tnen auf der Gitarre. Danach allerdings darf man dann etwas berrascht sein, denn das htte nun keiner erwartet. Zu Hren bekommt das geneigte Ohr melancholischen, dsteren Metalrock. Die Gitarren stampfen schn runter gestimmt und hauen einem ausgereifte, bitterse Melodien um die Ohren, whrend hingegen das Schlagzeug schn groovy und ungezwungen daher kommt. An konventionelle Songstrukturen hlt man sich nur selten, auch das Thema Eingngigkeit scheint den Herren von HCS teilweise ziemlich egal zu sein. Was die Sache aber im Endeffekt nur interessanter macht. Denn bereits beim zweiten Durchlauf erhlt man einen berblick ber die Songs und dann erscheinen sie doch relativ fix eingngig genug, um sich von der Mucke davon tragen zu lassen. Mit streckenweisen Anleihen an HIM oder eher THE 69 EYES und sehr viel Selbststndigkeit und Originalitt schaffen es die Jungs dann sogar, mich beim dritten Durchlauf derartig zu berzeugen, dass ich seit Tagen wenig anderes hre als "Murder Nature". Selbst das melancholische, melodische Instrumental "Blunt Instrumental" habe ich mir verinnerlicht, und das soll bei mir was heien! Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir die Vielfalt an Ideen und der hohe Wiedererkennungswert der einzelnen Songs, was nicht nur zeigt, dass HCS sehr viel vom Songwriting verstehen, sondern auch scheinbar ein unerschpflicher Quell von Innovation und Fantasie sind.
Was bleibt, ist eine Scheibe dsteren, schweren Metalrocks, der eine unnachahmliche Atmosphre der Melancholie verbreitet, manchmal doomig, manchmal fast einen Hauch gothikal, aber stets rhythmus- und melodiebetont und sich im mittleren bis langsamen Tempobereich aufhaltend. Mit einer ausdrucksstarken Stimme voller Kraft und Emotionen. Sollten die Herren sich entschlieen, aus HEAD CONTROL SYSTEM eine richtige Band zu machen (was bei solcherlei Geschichten ja manchmal fraglich ist), dann drften sie auf jeden Fall ein leichteres Spiel haben, als so manch andere des Genres. Sauber!
   
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