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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ASSAILANT - Nemesis Within
Band ASSAILANT
Albumtitel Nemesis Within
Label/Vertrieb Dockyard 1
Homepage www.assailant.se
Verffentlichung 21.04.2006
Laufzeit 48:28 Minuten
Autor Snke Hansen
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Diese schwedische Combo kommt aus dem Norden ihres Landes, wo es wohl auch gern mal klimatisch gesehen eiskalt einhergehen kann. Da kommt man anscheinend nicht drumherum, Mucke zu fabrizieren, die dem Hrer so richtig einheizt. Denn genau das hat das Sextett (Band mit zwei Gitarristen und einem Keyboarder) hier getan: Eine Platte erschaffen, die einem warm ums Herz werden lsst, die Nackenmuskulatur zur verstrkten Durchblutung anregt und den Bierdurst hebt (wovon einem ja auch schon mal warm wird). Nur eines klingt die Platte dabei nicht, nmlich warm; "Nemesis Within" hat richtig fette Eier!
In erster Linie fhlte ich mich an BLIND GUARDIAN erinnert, was insbesondere durch den zweiten Track "Buried Alive" bestrkt wurde, schlgt dieser doch stark in die Imaginations-Kerbe. Im Weiteren fallen mir dann aber auch andere eventuelle Inspirationsquellen ein, so fhlt man sich stellenweise an IN FLAMES erinnert oder man schnuppert eine dezente Brise eines NEVERMORE-Feelings. Und das Keyboardthema von "Edge Of Forever" htte nebenbei bemerkt auch ohne Probleme auf "Tales From The Thousand Lakes" von AMORPHIS seinen Platz gefunden. Doch nach genauerem Hinhren musste ich dann doch all diese Vergleiche (auer den mit den blinden Wchtern) ber Bord werfen und ASSAILANT ihre Eigenstndigkeit bescheinigen.
Ein geballte Ladung an herrlichen Melodien und gleichzeitig diese kontinuierliche Hrte - das ist der rote Faden, der sich durch die Scheibe zieht. Dabei bekommt man es mit einer Menge Abwechslung zu tun, von schnellen Speedattacken ber groovige Midtempo-Nummern bis hin zu langsameren, stampfenden Schosen (seltener) ist so ziemlich alles dabei, und zu jeder Sekunde bleibt unverkennbar, dass ASSAILANT hier zocken, so sehr hat man seinen eigenen Ton gefunden. Und einmal gehrt, wrde man sie direkt, auch Wochen spter, wieder erkennen.
Snger Sundquist zeigt sich dabei uert variabel und so hrt man ihn nicht nur wunderbar hoch und zugleich aggressiv trllern (Gnsehaut pur!), an manchen Stellen scheut er auch nicht vor richtig bsen Growls oder gar einer weheleidigen Nuance. Schnittige Melodien und zackiges Geriffe gehren ebenso zum Handwerk dieser Musiker wie echtes Geblaste, vertrumte Momente oder gar deathiges Geschrote. Ein wahres Manifest an Abwechslung ohne Durchhnger von begnadeten Muckern mit dem richtigen Gespr fr verdammt gute Songs! "Nemesis Within" wird bestimmt nicht das Letzte gewesen sein, was sie auf die Beine stellten, zumindest sollte es nicht an einer geneigten Zuhrerschaft mangeln. Liebe Metalheads: Dat is Metal mit Wummes - unbedingt anhren!
   
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