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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

OSI - Free
Band OSI
Albumtitel Free
Label/Vertrieb InsideOut Music
Homepage www.osiband.com
Verffentlichung 21.04.2006
Laufzeit 48:17 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Schaut man sich das Line-Up dieser Combo an, so drfte einem jeden Prog-Metal Fan das Wasser im Munde zusammen laufen. Kevin Moore, DREAM THEATERs ex-Keyboarder und in meinen Augen der beste Mann, den die Band je hatte, was das Melodienspiel und die Soundauswahl angeht, und FATES WARNING-Kopf/Gitarrist Jim Matheos werfen ihre kreativen Impulse in einen Topf, wobei sie zudem von einer gttlichen Rhythmusfraktion, Joey Vera (b) und Mike Portnoy (dr), untersttzt werden. Doch wie bereits beim Debt der Gruppe unmissverstndlich klar wurde, hat der OSI-Sound so gut wie gar nichts mit den oben genannten Bands gemeinsam. Auf "Free" dominieren erneut elektronische Wave- und Ambientklnge, die den Hrer in einer leicht melancholischen aber nicht weinerlichen Stimmung gefangen nehmen. Harte Gitarrenriffs sind eher sprlich gesht, dafr bilden coole Grooves ("Sure You Will", "Free") und/oder die auergewhnlichen, synthetischen Klanglandschaften ("Home Was Good", "Go", "Simple Life") das Fundament der Songs, weshalb Metalpuristen sich mit dieser Platte sicherlich nicht gut anfreunden werden knnen. Das Material ist sehr nah an Kevins post-DT-Band CHROMA KEY angelehnt und sollte von Fans jener folglich unbedingt angetestet werden; man wird Gefallen dran finden. Recht negativ fllt jedoch gleichzeitig Kevins Gesang auf und vermiest dem innovativen und durchaus hrenswerten Album stellenweise die Stimmung. Viel zu monoton, ausdrucksarm und einfach unprofessionell trllert man hier in normaler (!) Sprechlage etwas ins Mikro. Sogar Lemmy hat ein breiteres Tonspektrum drauf. Das empfinde ich einfach als zu platt fr derart ambitionierte Musik. Lieber einen geilen Snger suchen und ansonsten auf das Schreiben unvergesslicher Melodien konzentrieren. Das wrde Herrn Moore definitiv besser zu Gesicht stehen, die Note wesentlich anheben und das Konzept der Band auf ein angemessenes Niveau katapultieren. Eigentlich schade drum, denn die Songs auf "Free" zeigen Wirkung und begeistern zudem durch das ausgeklgelte, facettenreiche Songwriting.
   
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