Navigation
                
16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SATYRICON - Now, Diabolical
Band SATYRICON
Albumtitel Now, Diabolical
Label/Vertrieb Roadrunner Records
Homepage www.satyricon.no
Verffentlichung 17.04.2006
Laufzeit 44:56 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 13 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
"Jetzt, diabolisch" - komischer Titel. Schluss mit lustig ist aber gleich beim Auftakt eben dieses Tracks, der den Start von 45 Minuten extrem eigenwilligen Black Metals markiert.
Mit den typisch bissigen Vocals von Satyr startet "Now, Diabolical" puslierend und furchteinflend, um immer wieder mit zackigen Riffs irgendwo im Niemandsland zwischen Mid- und Uptempo Schwrze zu erzeugen. Was mit dem griffigem Refrain und der druckvollen Produktion mhelos gelingt. hnlich gestrickt aber noch einen Tick eindrucksvoller ist das stampfende "King", das mit einem wahnsinnig groovigem Beat und kalt klirrenden Klampfen hinterlegt ist und sehr eindringlich seine Bosheit aus den Boxen triefen lsst. "The Pentagram Burns" liefert die ersten, sehr dezenten Keys der Platte und erzeugt mit verhallten, eisigen Leads typisch nordische Black-Metal-Atmosphre, die den frhen SATYRICON recht nahe kommt. Mit tiefen, Choral-hnlichen Stimmen veredelt begegnet der gebannte Konsument dann "A New Enemy", das nachdenklich und filigran in der Gitarrenarbeit kommt, zugleich aber einen pumpenden Beat und schnelle Ausbrche liefert. "The Rite Of Our Cross" schleppt sich dster durch seinen Refrain und prgelt sich in gelungenem Kontrast durch die Strophen selbst. Ein kurzes akustisches Intro und ein ebenfalls kurzer akustischer Zwischenpart lockern den fiesen Track zusammen mit den teils im Hintergrund agierenden Hrnern (!) wohl dosiert ab. Brutal auf die Zwlf und ohne groe Schnrkel bekommt man dann "That Darkness Shall Be Eternal" ins Hirn gehmmert, wodurch es den Spannungsbogen zu den beiden letzten Tracks krftig anzieht. Denn neben den beiden ersten Tracks sind die beiden letzten definitiv die Highlights auf "Now, Diabolical". "Delirium" ist ein waberndes, hypnotisierendes Etwas, das beklemmend und total verloren wirkend seinen Titel in akustischer Perfektion umsetzt. Dazu brechen dann immer wieder aggressive Black/Thrash-Attacken durch, dass man einfach nur respektvoll das Haupt neigen muss. Den Abschluss bildet dann der Oberhammer "To The Mountains", der mit zum besten gehrt, was SATYRICON je verbrochen haben. Hier trifft man die bereits kurz angeklungenen Hrner wieder, die sich ganz ganz langsam vom Beginn des Songs vom Hintergrund in den Vordergrund arbeiten und dabei schleichend aber unaufhaltsam die Rolle der Gitarren und deren Riffs bernehmen - muss man gehrt haben. Majesttisch und dennoch knppelhart, SATYRICON in Reinkultur!
"Now, Diabolical" ist, man verzeihe mir den abgenudelten Spruch, die logische Konsequenz aus "Volcano". Die Scheibe zndet definitiv nicht sofort, offenbart aber mit jedem Durchlauf mehr und mehr teuflische Facetten und wird einfach nicht langweilig. Trotz der Tatsache dass SATYRICON hier teils gewaltig rockend durchs Fjell ziehen bleibt die rabenschwarze Grundstimmung immer typische Black Metal und wird jeden, der sich mit diesem Genre identifizieren kann und die ntige Zeit mitbringt mitreien.
   
<< vorheriges Review
GIUNTINI PROJECT - III
nchstes Review >>
WITCHBURNER - Final Detonation


 Weitere Artikel mit/ber SATYRICON:

Zufällige Reviews