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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

QUEENSRYCHE - Operation: Mindcrime II
Band QUEENSRYCHE
Albumtitel Operation: Mindcrime II
Label/Vertrieb Rhino / Warner
Homepage www.queensryche.com
Verffentlichung 31.03.2006
Laufzeit 59:10 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Eines muss man den Amis lassen: Sie haben mit "Operation: Mindcrime" damals (1988) ein legendres Album und einen Meilenstein des konzeptionellen Metals abgeliefert. Um so mehr zeugt es von groem Mut (oder bermut?) ganze 18 Jahre spter einen Nachfolger der Platte auf die Welt loszulassen, insbesondere wenn man sich die jngeren Alben der Gruppe um Ausnahmesnger Geoff Tate anhrt. Definitiv haben QUEENSRYCHE in den letzten Jahren einige eingefleischte Fans verschreckt, ob mit ihren Outputs oder diversen Kommentaren, welche sie von sich gaben. Umso mehr kribbelt es den Fan alter Tage in den Fingern zu erfahren, ob "Operation: Mindcrime II" an seinen opulenten Vorgnger anknpfen kann. Das alte Logo, das Artwork, die Farbgebung, alles scheint optisch zu stimmen und lsst die Spannung noch weiter in die Hhe schnellen. Doch wie verhlt es sich mit der Musik?
Zunchst fllt einmal auf, dass sich QUEENSRYCHE wieder alter Tugenden besonnen haben. Der Sound hnelt dementsprechend weniger "Promised Land", "Hear In The Now Frontier" oder "Tribe", sondern orientiert sich deutlich am ersten Teil der Operation. Lediglich die Gitarren sind etwas crunchiger ausgefallen als noch '88, doch empfindet man dies als nicht sonderlich strend, wenn man sich mit dem Album erst einige Male beschftigt hat. Des weiteren wurden wichtige Stellen des Konzeptes, welches die Geschichte des Protagonisten Nikki weiterspinnt, mit markanten musikalischen Ausschnitten aus dem ersten Teil verknpft um eine wirkungsvolle und plausible Verbindung zu schaffen. Die Stimme des dubiosen Doctor X wird ausdrucksvoll in Szene gesetzt von Ronnie James Dio und auch Pamela Moore leiht ihre, im positive Sinne, gequlte Stimme wieder einmal dem Charakter der Sister Mary, welche sich Nikki nach ihrem Tod in Form eines Geistes offenbart. Wie es scheint ist auch die Fortfhrung der Story es wert voller Neugier ergrndet zu werden.
Zu Beginn fiel es mir ehrlich gesagt recht schwer dieses Album als wrdigen Nachfolger von "Mindcrime" zu akzeptieren. Doch je fter sich die Scheibe im Player dreht, je offensichtlicher die Querverbindungen und je deutlicher Stimmungen und Intentionen der Stcke in den Vordergrund rcken, desto interessanter und damit besser wird "Mindcrime II". Es dauert jedoch seine Zeit. Auch wird niemand sagen knnen, ob die Platte jemals einen gleichberechtigten Status neben dem Klassiker erreichen wird, zumindest nicht in den nchsten 10 Jahren. Braucht sie das berhaupt? Muss man ein solches Projekt in die Kategorien besser oder schlechter einordnen, oder reicht es auch aus die Platte als sinnige Ergnzung zu einem der besten Metal-Alben aller Zeiten zu sehen? Und obwohl ich solche Killermelodien wie z.B. bei "Eyes Of Stranger" (noch) nicht ausmachen kann, ist "Operation: Mindcrime II" weitaus mehr geworden, als ich es je fr mglich gehalten htte.
Fakt ist, dass eine Menge Leute ein solches Album nicht erwartet haben. QUEENSRYCHE haben einen guten Job abgeliefert und ich freue mich jetzt schon riesig die beiden Teile des Werkes live erleben zu drfen; in einem groen Spektakel voller groartiger Musik und schauspielerischen Darbietungen. Man darf gespannt sein.
   
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