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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KROMLEK - Kveldridhur
Band KROMLEK
Albumtitel Kveldridhur
Label/Vertrieb Trollzorn
Homepage www.kromlek-homecave.de.tp
Verffentlichung 02.12.2005
Laufzeit 28:49 Minuten
Autor Markus Mwis
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Der Viking Metal hat wieder deutschen Zulauf bekommen! Sein noch recht junges Kind trgt den klangvollen Namen KROMLEK und setzt musikalisch da an, wo FINNTROLL nach "Jaktens Tid" aufgehrt haben. Allein mit genanntem Bandnamen und Album drfte den Freunden solcher Klnge schon klar sein worum es sich hier dreht: Epischer Humppa-Metal mit Black Metal-Einschlag und eingebauter Hpf- und Partygarantie. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass KROMLEK teilweise ber einen orientalischen Einschlag und einen etwas geringfgig eigeneren Klang verfgen.
Der Vergleich zu FINNTROLLs alten Zeiten lsst sich brigens auch anhand der ganzen Zwischenspiele zeigen, die diese CD regelrecht durchziehen. Damit htten wir auch schon ein geringes Manko dieser CD: Die Verhltnismigkeit von Zwischenspielen und richtigen Liedern passt nicht ganz. Auf jedes richtige Lied kommt ein Zwischenspiel, was meines Erachtens schon etwas viel ist. Wenn man hingegen bercksichtigt, dass diese CD ursprnglich als Demo gedacht war und nun etwas Derartiges dabei herumgekommen ist, muss man der Band Tribut zollen. Fr eine Demo ist dieses tonale Werk durchaus als gelungen zu betrachten. Allerdings gibt es ein Stck dass aus dieser ganzen Humppa-Chose etwas hervorsticht, nmlich der 3. Song "Strandhagg Pt. I". Man knnte gerade meinen, man htte einen Song von einer Band irgendwo zwischen AMON AMARTH und THYRFING vor sich. Besagtes Lied ist auch das Einzige, das aus dem bisher genannten Raster herausfllt und einen wirklich eigenen Stil durchblitzen lsst.
Die 6 frnkischen Jungs die hier durch die Gegend trollen knnen zwar schon einiges, aber hier und da hakt es dann doch noch etwas. Nicht spielerisch, dafr aber schreibtechnisch. Man merkt, dass sie sich bei dieser Stilrichtung noch am Anfang befinden und an welchen Bands sich hier orientiert wurde. Immerhin hat man vorher schon mit den meisten Leuten in einer Black Metal Band namens PURITAN DISBELIEF zusammen musiziert, was insgesamt das Zusammenspiel erleichtern drfte. Wenn es ihnen gelingen sollte, all diese einzelnen Stcke zu einem schlssigen Gesamtbild zu verbinden - und sie scheinen wirklich auf dem besten Weg dazu - knnten sie es noch weit bringen. Diese Scheibe macht auf jeden Fall Lust auf mehr, wenngleich auch die Abmischung nicht optimal ist. Aber wie schon vorher erwhnt handelt es sich eigentlich um eine Demo und fr eine solche ist die Qualitt auf jeden Fall gut gelungen. Das Einzige was mich an dieser Platte so richtig strt, ist der Schlagzeugsound. Man hat an sehr vielen Stellen das Gefhl es wre hier ein elektronisches Drumkit benutzt worden, was den Gesamtklang etwas schlechter daherkommen lsst.
Nichtsdestotrotz zeigt sich hier eine aufstrebende Viking Band von ihrer guten Seite und ich bin davon berzeugt, dass wir in Zukunft noch viel mehr von ihr zu hren bekommen werden, insofern man denn am Ball bleibt. Weiter so!
   
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