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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

CANVAS SOLARIS - Penumbra Diffuse
Band CANVAS SOLARIS
Albumtitel Penumbra Diffuse
Label/Vertrieb Sensory Records
Homepage www.canvassolaris.net
Verffentlichung 17.01.2006
Laufzeit 48:44 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Und noch ein Release von Sensory Records. Doch jetzt geht es wirklich ans Eingemachte! Das heit: Herzschrittmacher verboten, Anschnallen, Packung Aspirin einwerfen, Baldrian neben den Sessel gelegt und ganz, ganz sachte auf Play drcken.
WARNUNG: CANVAS SOLARIS werden dich um den Verstand bringen! Es sei denn du stehst auch Freejazz. Definitiv keine Musik fr sensible Gemter.
Aber Spa bei Seite. Was auf "Penumbra Diffuse" abgeht ist schon heftig. Das Ami-Trio kreiert hier vielmehr Klangkollagen als das, was man unter Umstnden mit ordinren Begriffen der Musik beschreiben wrde, weshalb dieser Bastard aus Jazz, technischem Metal und dem geschickten Einsatz diverser Synthies, Schlag und Tasteninstrumente nur bei einer strikt begrenzten Zahl offener Ohren Zuspruch finden drfte. Doch, wie bei ihren Labelmates ABSOLUTE DEGREE, erffnen sich dem Hrer hier ganz neue, ferne und bis dato unbekannte Welten, wenn man den ersten Schock berwunden und sich die Platte einige Male konzentriert angehrt hat. Denn neben halsbrecherischem, tonalen Overkill in bester JARZOMBEK-Manier wie "Paranoramic Long-Range Vertigo" oder "Accidents In Mutual Silence" glnzt das Trio auch mit einer, paradoxer Weise, in sich ruhenden Seite und bietet mit Nummern wie "Vaihayasa" (akustisches, leicht orientalisch angehauchtes Stck; unglaublich klasse!), "Luminiescene" (ergreifend!) oder "Horizontal Radiant" quasi malerische, vertrumte Gratisreisen zu den entferntesten Sternen. Auch hier sollte auf Empfehlung bevorzugt mit Kopfhrer genossen werden; es zahlt sich aus. Der ganz groe Vorteil dieser Art von Musik ist definitiv, dass je fter man sich mit ihr befasst, es umso mehr zu entdecken gibt und die Sucht umso grer werden kann.
Es gbe so viel zu dieser Platte zu sagen, doch erfassen kann man diese, ich nenne es jetzt mal "Kunst", nur wenn man sie selbst erlebt. Zwar wird der ewige Streit, ob dies nun richtige Musik ist, oder eine unwillkrliche Aneinanderreihung von Tnen wahrscheinlich nie versiegen, doch auch hierin liegen markante, wiederkehrende (Song-)Strukturen. Diese sind vielleicht nicht auf den ersten Augenblick erkennbar, nicht gewhnlich und komplex arrangiert, doch genauso reizvoll zu verfolgen wie ich finde. Potentielle Hrer sollten sich durchaus angesprochen fhlen mit diesem Review (...psst...KAUFEN!). Und an alle anderen: Falls ihr mal eure ewig nrgelnde Freundin rgern wollt, hier ist der passenden Soundtrack dazu.
Meiner Meinung nach, besser als Kino!
   
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