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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

AJATTARA - Äpäre
Band AJATTARA
Albumtitel Äpäre
Label/Vertrieb Spinefarm
Homepage www.ajattara.com
Veröffentlichung 03.03.2006
Laufzeit 32:35 Minuten
Autor Markus Möwis
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Es ist soweit, das vierte Album von AJATTARA ist nun veröffentlicht und was kann man anderes dazu sagen als: Wieder einmal den Bock geschossen. Das haben sie wieder mal doll gemacht Herr Ruoja, oder sollte ich lieber Pasi Koskinen sagen? Der ehemalige Sänger von AMORPHIS ist nämlich für diese Band verantwortlich und die treibende Kraft in ihr.
Es gibt kaum eine Band, die es schafft auf ihren Alben (und das bisher ausnahmslos!) bei jedem einzelnen Stück solch eine Atmosphäre zu erzeugen, wie es AJATTARA tut. Eine ideale Mischung aus Gitarren, Synthies fetten Drums und keifenden Vocals, natürlich nur auf finnisch. Stilistisch spielen AJATTARA eine recht eigene Mischung aus Black, Death und Doom Metal, die sie aber bis zur Perfektion treiben. Trotzdem lassen sich aber auf jedem einzelnen Album auch Unterschiede bemerken. So ist es dieses Mal beispielsweise eher gitarrenlastig ausgefallen und die Keys treten etwas in den Hintergrund, dafür kommen aber vermehrt atmosphärische Samples zum Einsatz. Die atmosphärische Stimmung geht dadurch insgesamt zwar etwas zurück, aber die Platte geht dadurch definitiv besser ab. Was die atmosphärische und mysthische Stimmung angeht braucht man sich übrigens nicht wundern, denn der Bandname wurde aus der finnischen Mythologie entlehnt, in der Ajattar (oder auch Ajattara) den Sohn einer bösen Waldgöttin darstellt.
Die Stücke sind nach wie vor Midtempo aber treibender als bisher, was man unter Anderem der häufiger auftretenden Double-Bass verdankt. Im Großen und Ganzen also wie bisher eindeutig eine AJATTARA-Scheibe, aber diesmal mit wesentlich mehr Eiern.
Der Sound ist sehr gut ausgewogen und die Abmischung kommt schön fett aus den Boxen gekrochen. Einziges Manko ist hier die Länge, wobei sie sicherlich auch der Band zugute kommt. Würde man 50 Minuten mit ihren atmosphärischen Stücken zuhaun, könnte die Platte auf die Dauer zu eintönig klingen. Mit den 32 1/2 Minuten Laufzeit ist die Platte so zwar etwas kürzer ausgefallen, aber wird dafür nicht so schnell langweilig, womit sie auch den Stücken voll und ganz gerecht werden kann.
   
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