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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TEARS OF ANGER - In The Shadows
Band TEARS OF ANGER
Albumtitel In The Shadows
Label/Vertrieb Lion Music
Homepage www.tearsofanger.com
Verffentlichung 27.02.2006
Laufzeit 46:53 Minuten
Autor Snke Hansen
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Laut Infoblttchen zocken TEARS OF ANGER einen metallischen Mix aus Melodie und Progressivitt. Dem kann ich mir einfach nur anschlieen, ist ihr neuestes (und zweites) Werk "In The Shadows" doch wirklich ein rundes, ausgereiftes, meldodiebetontes und dennoch recht komplexes Pckchen voller kleiner und groer Ohrwrmchen.
Direkt der Titeltrack, welcher sich an erster Stelle befindet, zeigt auf, wohin die Reise geht: Schwere, aber melodische Gitarrenarbeit, treibendes und bisweilen richtig geil groovendes Schlagzeugspiel. Ein sahniger, klarer Gesang, der keine Vergleiche zu den ganz Groen zu scheuen braucht. Wobei das allerdings auch sehr schwer ist, denn diese Stimme ist zum Glck nirgendwo abgekupfert, sondern sehr eigenstndig. Wenn ich unbedingt, wirklich unbedingt, einen Vergleich ziehen msste, dann wrde ich sagen, ich fhle mich in manchen Strecken ein ganz minimal kleines Stckchen an Bruce von Maiden erinnert. Aber wirklich nur ganz dezent, wie gesagt. Aber zurck zum Gesamtkunstwerk des Titelsongs. Schwer eingngige Nummer mit einem Chorus, der einfach im Ohr hngen bleiben muss. Schwerster Ohrwurmfaktor also! Aber im Gegensatz zu vielen Radiosongs wird er auch nach dem x-ten Mal hren nicht langweilig - ich kann's bezeugen. Nochmals und nochmals hab ich mir die Nummer reingezogen und war immer wieder begeistert, jedes Mal was Neues zu entdecken. Allein das Solo - wie zum Teufel schaffen es manche Gitarristen, so schnell zu daddeln?
Aber wie geht's weiter? Knnen TEARS OF ANGER die Melatte auch im zweiten Song halten? Ja, sie knnen. Wieder ein Chorus zum Mitsummen, ein Solo zum Luftgitarren spielen, ein Stck Metal zum Bangen! Gleich zwei Hits hintereinander - ich bin begeistert.
Song Nummer drei "Tears In My Eyes": Volle Kanne auf die Fresse mit schner Leadmelodie im Refrain. Nicht so extrem geil wie die Vorgnger, aber immer noch mit so viel Biss und Wummes, dass es fr manch andere Combos schon eine Offenbarung wre, nur einen solchen Song wie diesen als ihr Aushngeschild betrachten zu drfen.
Dann mein absoluter Liebling: "I Hate You". Langsam und zh fngt er an und verwandelt sich dann vllig abrupt in eins dieser Lieder, die einen nicht wieder loslassen. Und so trllere ich schon die letzten paar Tage nur noch "I hate you, I hate you" vor mich hin und muss immer wieder diesen Song anmachen. Manche wrden vielleicht sagen, dass diese Nummer schon fast ein wenig nach Kommerz stinkt - aber wen interessiert das, wenn man ein gutes Stck Mucke serviert bekommt?
Es folgt "Sell Your Soul", eine wunderbare, sagen wir mal ganz banal Rockballade. Herrlich arrangiert und komponiert, kompliziert aber super eingngig, von verzerrten Gitarren, langsamen Schmuse-Solos und Klavier alles dabei.
Spielerisch auf sehr hohem Niveau zeigt sich dann der sechste Song "Live These Dreams". Vertrackte Rhythmik, schnelle Melodienlufe und anfangs schwer nachvollziehbar. Aber gibt man diesem Song nur eine Chance, sich im Gehrgang einigermaen festzukrallen, wird man auch diesen lieben. In "Scene Of The Crime" haben wir es wieder mal mit einem total genialen Chorus zu tun - Gitarre und Gesang ergnzen sich einfach perfekt - was ohnehin die Strke schlechthin dieser Band ist. Vielleicht aber auch nicht unbedingt verwunderlich, sind Snger und Gitarrist schlielich Geschwister. Nummer acht, genannt "Light Up My Fuse" brezelt wieder richtig schn nach vorne los. Hier wird dem Zorn Platz gemacht und in wieder mal wunder- bis bitterschnen Melodien in die Welt hinaus gesungen. Whrend Lied neun mich nicht grad von den Socken haut, brettert die Startnummer zehn hammerhart mit einer Doublebase-Attacke los. "Full Of Lies" ist eine wirklich fixe Nummer, bei der auf der Gitarre schon wieder Sachen geboten werden, die einen Durchschnitts-Gitarristen in Depressionen versunken zurck lsst. Bevor es jedoch bei dieser rasanten Geschwindigkeit zu einem verheerenden Crash kommen kann, zieht das nchste Stck "Close To The Fire" die Bremse an und groovt stampfend zum Finale. "I'm Coming Home" heit dieses namentlich und wei zwar nicht direkt beim ersten Mal unbedingt zu berzeugen, hat aber definitiv seine schnen Momente.
"In The Shadows" ist ein rundum gelungenes Werk, das viel Aufmerksamkeit verdient. Metal mit ganz groen Melodien, mit sehr hohem Ohrwurmpotenzial und vielen versteckten, liebevoll gestalteten Momenten, die sich einem nicht direkt erschlieen, einen aber auch nicht mehr loslassen. Bestnote!
   
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