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22. Mai 2013 - Uhr
 
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CODE OF PERFECTION - Last Exit For The Lost
Band: CODE OF PERFECTION
Albumtitel: Last Exit For The Lost
Label/Vertrieb: Limb Music
Website: www.codeofperfection.com
Veröffentlichung: 24.02.2006
Laufzeit: 47:33 Minuten
Autor: Marek Schoppa
Bewertung: 9 von 15 Punkten
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Waren die Zeiten nicht schön, als Gitarristen wie Tony MacAlpine, Marty Freidman, Paul Gilbert, Jason Becker, Vinnie Vincent und Jungs ähnlichen Kalibers mit auftupierten Mähnen und Spandexhosen ihre neoklassischen Shred-Gitarren-Künste ins Publikum feuerten und nicht nur auf musikalischer Ebene neue Maßstäbe setzten? So brachten diese 80er Jahre Ikonen den einen oder anderen jungen Gitarristen dazu, sich bis zum Exzess mit seinem Instrument zu beschäftigen und ohne Ende zu üben um die dem enorm gestiegenen Instrumentalniveau im Ansatz gerecht zu werden. Doch dann kam der Grunge und es war plötzlich cool auf verstimmten Klampfen zu klimpern und weinerlich zu singen. Aber das steht auf einem anderen Blatt.
CODE OF PERFECTION gehören jedoch zu den Neo-Neo-Virtuosen und 80ies-style Verfechtern. Die deutsch-japanische Band um Klampfer Thorsten Köhne verschreibt sich auf "Last Exit For The Lost" nämlich komplett dem guten, alten Metal und frickelt sich in RACER X Manier durch eine handvoll reichlich notenbeladener Nummern; teils instrumental, teils mit Gastsänger Carsten Schulz (DOMAIN, EVIDENCE ONE). Das Prädikat: "klassisch" gilt jedoch als durchgängiges Prinzip. Als absoluter Anspieltipp sei hier "Walkin' On Thin Ice" mit seinem herausragenden Chorus angegeben, aber auch heftigere Nummern wie "evil:FEX", "Flyin' High" oder der Rausschmeißer "Shred It!" machen mit ihren fingerbrecherischen Griffbretteskapaden ordentlich Spaß.
Zwar muss der Ehrlichkeit wegen gesagt werden, dass CODE OF PERFECTION den oben genannten Musikern / Bands in instrumentaler wie auch songschreiberischer Hinsicht keinesfalls das Wasser reichen können. Dafür hat die Platte einfach noch zu viele Hänger und manchmal uninspiriert wirkende Melodielinien ("Miracle Times" oder auch "Last Exit For The Lost"), weshalb eine Nennung mit RACER X oder COCAPHONY in gleichem Atemzug einfach zuviel des Guten sei. Trotzdem ist es schön endlich mal wieder eine Band der alten Schule begrüßen zu dürfen und Spaß macht die Mucke ganz gewiss.
Auf dass der Shred 'n' Roll zu neuem Leben erwache!
   
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