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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DELIRIOUS - Made For The Violent Age
Band DELIRIOUS
Albumtitel Made For The Violent Age
Label/Vertrieb Armageddon Music
Homepage www.delirious.de
Verffentlichung 17.02.2006
Laufzeit 49:01 Minuten
Autor Snke Hansen
Bewertung 11 von 15 Punkten
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DELIRIOUS heit diese aus Nordrhein-Westfalen stammende Combo und kloppt mit "Made For The Violent Age" ihre vierte Verffentlichung auf den Markt. Mir persnlich sagt der Bandname null Komma nichts, also knnen wir uns ganz vorbehaltlos an die Sache ran begeben. Denn mal los...
Das Coverbildchen fllt eher unter die Kategorie "Besser ein schlechtes Cover, als gar kein Cover". Obwohl mir persnlich die Stilistik schon zusagt, drfte die breite Masse nicht unbedingt auf ein Bild anspringen, dass eher an einen Ego-Shooter aus der Duke Nukem-ra erinnert, als an thraschige Mucke. Aber egal, gute Coverbilder sind sowieso eine Seltenheit, und es existieren weitaus schlechtere.
Nun zum Essentiellen einer jeden CD, der Mucke: Nach einem kurzen Intro brettert das erste Stck "Triple Six" direkt volle Kanne los. Knallharte Gitarren und belst brutales, tiefes Gebrlle, gepaart mit cleanem, aber dennoch aggressivem, fiesem Gesang. Dieser Kontrast steht der Musik von DELIRIOUS im brigen richtig gut und windet sich wie ein roter Faden durch das komplette Album. Das einzige was ich bei aller Eingngigkeit, Groove und Aggressivitt bei dem ersten Song vermisse, ist ein knackiges Gitarrenriff, das aus der Masse heraus sticht. Selbes Spiel beim zweiten Lied. "I Am The Enemy" hat definitiv seine Reize, insbesondere durch das dynamische Stimmenduo und seiner coolen Songstruktur, aber mir fehlt wieder dieses spezielle berriff, das einen Song erst so richtig markant macht. Diese Dinger, die man immer schn mitsummt, wenn grad kein Gesang zu hren ist. Das nchste Stck hrt auf den Namen "Call Me God" und geht ab wie Sau. Ein Song zum Mitbrllen, ohne Kompromisse und im Mittelteil auch endlich mit ein wenig Melodie auf den Saiten und nicht nur im Gesang. "Sleep In Peace" fngt kurz balladig an und verwandelt sich dann in eine Doomwalze. Doom? Jawohl, Doom. Wie dieses Stck hierher kommt, wei ich nicht genau. Und ob unbedingt ein Thrasher sich ein langsames, melancholisches Stck antun mchte, wei ich ebenfalls nicht. Mir gefllt es zwar, aber ich steh auch auf doomige Sachen. Na ja, nchstes Stck. "Idiot Nation" kommt mit einem schnen Riffing daher und macht im Prinzip dort weiter, wo wir vor einem Song aufgehrt hatten. Auch die folgenden Songs kommen in der typischen Stilistik von DELIRIOUS daher und wissen zu berzeugen. Erwhnt werden sollte der Titel "My Friends". Eine waschechte Ballade. Schock! Das ist nicht nur irgendwie am Thema vorbei, obendrein klingt das Gedudel auch noch langweilig und vlligst unspektakulr. Zum Ghnen. Oje oje.
Als quasi Endschuldigung gibt es dann im folgenden Song glcklicherweise wieder voll auf die Fresse. Aber dann kommt "The Sky Turns Red". Kann ich jetzt schon wieder gar nichts mit anfangen. Ich meine, Lagerfeuerklampfen knnen schon toll klingen, tun sie hier auch irgendwie, aber wieder die Frage: Was soll das? Direkt mit dem nchsten Lied eine weitere Endschuldigung hinterher geschoben. Und zu guter Letzt noch "In A Cadda Da Vida". Totaler Kult, genial, geil, fett! Endschuldigung angenommen, verziehen. Aber bitte nie wieder die Ohren der Hrer mit Balladen qulen! Danke.
   
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