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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

HATE PROFILE - Opus I: The Khaos Hatefile
Band HATE PROFILE
Albumtitel Opus I: The Khaos Hatefile
Label/Vertrieb Cruz Del Sur / Alive
Homepage www.hateprofile.net
Verffentlichung 30.01.2006
Laufzeit 42:28 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Das Profil des Hasses zeigt sich mit "Opus I: The Khaos Hatefile" in all seiner verfratzten Hsslichkeit. Das sollte brigens ein Kompliment sein.
Denn das von Chef Amon 418 (wohnhaft Beverly Hills 90210) gegrndete Projekt hat sich nmlich einem wohlig trendfreien Stil verschrieben, der sich am ehesten als klassicher nordischer Black Metal beschreiben liee. Nach dem dsteren Intro, das eine schaurig-kalte Atmosphre aufbaut, startet der Abschnitt "Fallen", der die Kapitel 1 bis 4 enthlt. Der zweite Part der Platte schimpft sich derweil "The Vision" und verbrt die Kapitel 5 bis 8. Diese Aufteilung resultiert aus der Tatsache, dass HATE PROFILE einem lyrischen Konzept folgen, das sich in eine komplette Trilogie ergieen wird. Leider liegen meiner Promo keine Texte bei, aber das ist insofern zu verschmerzen, dass man sich dann voll und ganz auf die Mucke konzentrieren kann. Es geht wie gesagt ungeschliffen und herrlich kalt zur Sache, wobei sich das Tempo zumeist im stampfenden Midtempo und in schnelleren Riff-Orgien einpendelt. Der Gesang ist mit einem leichten Hall versehen, whrend der Bass durch eine Akzente setzende Spielweise und eine vorteilhafte Produktion punkten kann. Zum frostigen Inferno gesellen sich bei Bedarf auch ein paar klammheimliche elektronische Spielereien, die zusammen mit akustischen Klampfen und Wind-Samples die atmosphrische Dichte noch steigern.
So weit so gut. Nicht so gut sieht es fr meinen Geschmack Richtung Eigenstndigkeit aus, denn TAAKE quillt aus allen Ecken und Enden. Das gilt weniger fr die vereinzelten Synthie-Einlagen, als vielmehr fr das blackmetallische Songwriting mit diesem unverkennbaren Hauch Fernweh und Melancholie an sich. Dazu noch das wappenartige Logo-Design, kennt man auch so hnlich.
Davon abgesehen ist "Opus I" aber fr Freunde nordischen Black Metals und eben Anhnger von TAAKE fast schon Pflicht, zumal sich die Scheibe im Verlauf qualitativ durchweg steigert und mit dem Titelsong ein echter Ohrwurm geschaffen wurde, soweit das im Schwarzmetall berhaupt mglich ist. Man darf auf den Rest der Trilogie gespannt sein, der Einstieg ist schon mal (mit leichten Abstrichen) gelungen!
   
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