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Dass sich Musiker mit großen Ambitionen nicht selten mit einer Band unter ihnen zufrieden geben ist hinlänglich bekannt. Oft entstehen mehr Ideen, als dass sie alle für ein Projekt verwendet werden könnten, sei es stil- aber auch quantitätsbedingt. So auch zu beobachten beim Mastermind von und zu VINTERSORG, Mr. V. Verantwortlich für die gesamte Instrumentalisierung und entfesselt aller stilistischer Grenzen, die er sich mit seiner Hauptband auferlegte, entstanden mit der Zeit eine Reihe von Songideen, die man dem Herrn keineswegs zugetraut hätte. Doch was als reiner Spaß begann wuchs heran zu einem albumfüllenden Ausmaß. So ist "The Astral Factor" wie ein Brainstorming durch die Welt der Rockmusik, experimentell und zügellos, progressiv, reich an Folklore, jazzig und abgefahren, ja gar psychedelisch. Durchwoben mit einer sehr dichten Atmosphäre wirkt dieses Konglomerat exzessiver Experimente doch meistens sehr sperrig und anstrengend. Die Musik scheint unausgewogen komponiert, was den Zugang merklich erschwert. Auffällig dominant sind die musikalischen Querverweise zu alten Rockgrößen wie YES, ELP und URIAH HEEP, doch werden diese mit einer Fülle unkonventioneller Melodien und Synthie-Sounds verwoben, so dass es schwer fällt die Grundstimmung des einzelnen Songs zu erfassen; die Harmonien wirken recht oft chaotisch. Zudem überzeugt der klare Gesang von Mr. V nicht ganz, klingt etwas schwächlich und ausdrucksarm. Eine Bewertung dieser Platte fällt mir wirklich schwer, da solche individualistischen Werke meistens eher, im weitesten Sinne, therapeutischen Charakter für den Komponisten besitzen und sich die Intentionen der Stücke dem Hörer nicht auf dem Silbertablett präsentieren, ist es nicht leicht eine stichfeste Bewertung anzugeben. Der eine wird sagen 'hui!', der andere 'pfui!', weshalb ich mich dazu gedrängt sehe hier die von jeher und überall geforderte doch nicht existierende Objektivität walten zu lassen und den Fokus der Bewertung auf die rein musikalische Seite zu richten. In Anbetracht des Geschmacks Vieler, befriedigend ist "The Astral Factor" nicht ganz. |
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