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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MALPRACTICE - Deviation From The Flow
Band MALPRACTICE
Albumtitel Deviation From The Flow
Label/Vertrieb Spinefarm Records
Homepage www.malpracticeband.com
Verffentlichung 13.01.2006
Laufzeit 50:01 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 9 von 15 Punkten
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MALPRACTICE legen mit "Deviation From The Flow" ihr recht berzeugendes Labeldebt vor. Die Band drfte mit ihrer Musik hauptschlich Fans der Power- und Prog-Metal Schiene ansprechen, wobei die Trademarks der Finnen eindeutig auf dem akzentuierten und ausgeklgelte Riffing und dem hufig doppelstimmigen, klaren Gesang liegen. Der Opener der Scheibe ("Assembly Line") htte besser nicht gewhlt werden knnen und prescht von der ersten Sekunde mit einer tollen Gesangsmelodie und einer an LABYRINTH erinnernden Gitarrenarbeit straight nach vorne. Im Anschluss wird ohne zu zgern die Prog-Keule ausgepackt um die Songstrukturen und Takte ein wenig auf den Kopf zu stellen. "Colours In Between" oder "Expedition" beinhalten zwar ziemlich fiese Twists und Rhythmuswechsel, bleiben jedoch trotz dessen stets nachvollziehbar und schlssig, was vielen Prog-Bands leider abhanden kommt. An dieser Stelle sollte noch einmal das famose Gitarrenspiel von Joonas Koto herausgestellt werden, welches, mit einer gewissen Eigenstndigkeit und dem fetten, transparenten Sound, der Scheibe einen ansehenswerten Charakter verleit. Generell sind MALPRACTICE technisch gesehen sehr gut besetzt und spielen alle auf hohem Niveau. Zwei kleine negative Aspekte hat die Platte aber dennoch. Zum einen wirkt der Gesang auf Dauer etwas zu monoton, vor Allem in der Intonation und Melodiefhrung. Hier htte man eventuell noch etwas mehr rausholen knnen. Zum zweiten sind die Riffs zwar untereinander verschieden und in sich interessant gestaltet, doch hnlich wie beim Gesang schleicht sich im Laufe der CD ebenfalls besagte Monotonie ein. Einige ausgefallenere Arrangements hier und da htten das Bild um einiges besser abgerundet; so stimmt zwar die Fahrtrichtung, mit mehr kompositorischen Mutes und einer hheren genreblichen Experimentierfreude knnte man noch einen Tick mehr reien.
Trotzdem ein prima Debt, auf welches sicherlich konstruktiv aufgebaut werden kann. Lassen wir uns berraschen.
Die Italo-Proggies LABYRINTH sollte, wie bereits erwhnt, als angemessener Referenzwert gesehen werden.
   
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