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23. Jul 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ELEND - Winds Devouring Men
Band ELEND
Albumtitel Winds Devouring Men
Label/Vertrieb Prophecy Prod. / Soulfood
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Verffentlichung 14.04.2003
Laufzeit 65:38 Minuten
Autor Andreas W. K.
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Ich muss getehen, dass ich mit dem bisherigen Schaffen der sterreichisch-franzsichen Kooperation ELEND nicht allzu vertraut bin. Meine Kenntnisse ber deren Musik beschrnkt sich auf den Erstling "Lecons De Tenebres" (Lektionen der Finsternis). Was die Band damals vom Stapel gelassen hat, war wahrlich nicht von schlechten Eltern. Mit einer einzigartigen Mixtur aus Klassischer Musik und Gothic-Versatzstcken lieen sie mich damals mit offener Kauleiste dastehen. Etwas derart atmosphrisch dichtes und mitreiendes hatte ich abseits der Metal-Pfade bis dato noch nicht gehrt - von DEAD CAN DANCE mal abgesehen. Doch dann verlor ich leider irgenwie den Anschluss und ELEND aus den Augen. Als aber dann deren neustes Werk in meinem CD-Player rotierte, war ich wieder mal hin und weg von ihrem faszinierendem und einzigartigen Sound, wie ihn nur ELEND auf die Reihe kriegen. Die beiden Komponisten haben keine Mhen gescheut, um das aktuelle Sahnescheibchen "Winds Devouring Men" zu einem Klangerlebnis allererster Gte werden zu lassen. Der Unterschied zum Erstlingswerk, der mir direkt aufgefallen ist, ist der, dass die Vocals hier durchgehend clean sind und die Black-Metal-artigen Schreie pass sind. Ansonsten hat man den ureigenen Stil im Laufe der Jahre perfektioniert und ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das an Dramatik, Bombast, Melancholie , Komplexitt und Schnheit nicht zu berbieten ist. Eine Scheibe, die man mal eben nebenbei beim Staubsaugen hrt, ist es also beileibe nicht und wrde eine Beleidigung der Musiker darstellen. Denn die haben sich bestimmt nicht eine halbe Ewigkeit im Studio verschanzt um Musik zu komponieren, die nur als Berieselungssoundtrack mibraucht wird. Um "Winds Devouring Men" begreifen und alle Details entdecken zu knnen, empfielt sich deshalb ein abgedunkeltes Zimmer, ein randvolles Glas Rotwein, ein guter CD-Player und Zeit (jede Menge), um die Scheibe in vollen Zgen genieen zu knnen. Wer also mal was anderes als Metal durch seine Gehrgnge flieen lassen will, ist mit dem Werk von ELEND bestens bedient und wird nicht enttuscht sein - es lohnt sich! Alle anderen sollten zumindest mal ein Ohr riskieren. Denn sie werden feststellen, dass es musikalische Perfektion nicht nur im Metal gibt. Ihr fragt euch sicherlich, warum ich ob der Lobeshymne trotzdem nicht die Hchstnote zcke. Das liegt daran, dass ich glaube, dass die Band noch mehr zu leisten im Stande ist! Die Messlatte fr ihr kommendes Album haben sie jedenfalls verdammt hoch gelegt! Aber ich bin mir fast sicher, dass sie ihr kreatives Potential noch lange nicht ausgeschpft haben.
   
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