Navigation
                
23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

RAMALLAH - Kill A Celebrity
Band RAMALLAH
Albumtitel Kill A Celebrity
Label/Vertrieb I Scream Records
Homepage Homepage suchen ...
Verffentlichung 14.10.2005
Laufzeit 37:54 Minuten
Autor Thomas Roos
Bewertung 12 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Nach der MCD "But A Whimper" legt Rob Lind (Blood For Blood) mit seinem Ein-Mann-Projekt gut drei Jahre spter die erste Full Length vor. Auer dem Bandnamen erinnert nun nichts mehr an die arabische Stadt oder das Morgenland berhaupt. Ohnehin war dies sicher nur symbolisch fr die allgemeine Thematik zu verstehen, die sich in erster Linie mit Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen befasste, die leider, auch wenn sie nicht gerade vor unserer Haustr stattfinden, alltglich sind. Um Missverstndnisse zu vermeiden gibt Rob diesmal als allgemeine Erklrung noch an, dass sich die Kritik nicht gegen die Menschen richtet, die ihr Glck im Militrdienst suchen, sondern gegen die Regierungen, von denen dieser Dienst ausgenutzt wird. Die Thematik selbst ist also geblieben, hat nun aber eine etwas persnlichere Perspektive bekommen. Wie der Album-Titel erahnen lsst richtet sich die Kritik jetzt zudem noch gegen die Gesellschaft sowie die Reichen und Schnen (BFB lsst gren). Mit "The Horror And The Gag" wird letztlich auch das heikle Thema des Kindesmissbrauchs erneut nicht vernachlssigt. Natrlich treten Ramallah live als eine komplette Band auf, mit Ausnahme der Drums, die erneut von Neal Dike eingespielt worden sind, hat Rob sich allerdings wieder alleine um den kompletten Rest gekmmert. Lediglich beim Piano und am Keyboard erhielt er noch Untersttzung von Zack von den Kings Of Nuthin sowie von Produzent Jim Siegel. Die Nennung dieser Instrumente zeigt schon, dass es sich hier nicht um blichen 08/15-HC handelt. Der klassische BFB-Stil ist zwar unverkennbar, aber um viele Facetten erweitert. Der Chorus des Titeltracks htte sich so in einem alten Helmet-Song gar nicht schlecht gemacht, was aber auch nur ein Beispiel von vielen ist. Auf alle einzugehen wrde viel zu weit fhren, unterm Strich bleibt aber zu sagen, dass immer eine gute Melodie vorhanden ist und die Sache von Anfang bis Ende ordentlich rockt. Die ersten drei Songs der MCD namens "Ramallah", "Sleep" und "Al-Shifa" wurden unter den Titeln "Ramallah", "Days Of Revenge" und "Shock And Awe" in mehr oder weniger abgewandelter Form wieder verwendet. Der Wechsel des Studios macht sich positiv bemerkbar, denn die Produktion ist nun deutlich sauberer und differenzierter, womit es Jim Siegel geschafft hat, den noch grer gewordenen Facettenreichtum noch mehr zur Geltung zu bringen. Hier kommt keine Langeweile auf. Eine Website hat die Band leider nicht, wer im Netz aber mehr zu Ramallah finden will, der kann dies unter www.myspace.com/ramallah tun.
   
<< vorheriges Review
HYADES - Abuse Your Illusions
nchstes Review >>
GOREFEST - La Muerte


Zufällige Reviews