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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DEADSOUL TRIBE - The Dead Word
Band DEADSOUL TRIBE
Albumtitel The Dead Word
Label/Vertrieb InsideOut Music
Homepage www.deadsoultribe.com
Verffentlichung 11.11.2005
Laufzeit 46:57 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Dass Devon Graves sich auf seinen Lorbeeren ausruhen wrde kann man sicherlich nicht behaupten. Mit "The Dead Word" prsentiert die Szene-Ikone den vierten Longplayer seiner Combo DEADSOUL TRIBE und setzt mit dem Album konsequent am Vorgnger "The January Tree" an. Im Klartext heit das, der Hrer wird mit altbewhrten, typischen DST-Sounds bedient. Dster-melancholische Klanglandschaften treffen auf markante Grooves und treibende Percussions und bilden das Grundgerst fr Devons emotionale, tiefschrfende Lyrik; die typischen Trademarks der Band eben. Bei "Let The Hammer Fall" oder "My Dying Wish" werden noch einige neue Elektrosounds verarbeitet, die sich ins Gesamtbild sehr gut einfgen. Mit "Someday" hat man wieder Mal eine wunderbare minimalistische Nummer der Marke "Under The Weight Of My Stone" am Start, die eine derart emotionale Kraft besitzt, dass man sich entweder sofort mit dem Fhn in die Wanne setzt oder voller hoffnungsbeladenem Lebensoptimismus das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommt. Dies sind Stcke, die ich bei DST sehr schtze, da sie vllig unverhllt das Seelenleben des Komponisten vor dem Hrer ausbreiten. Grandios! Einen Wehrmutstropfen gibt es aber dennoch: Es macht leider den Anschein, als wrden unserem Mastermind stellenweise doch die Inspirationen bezglich der instrumentellen Ausarbeitung ausgehen. Zwar bekommt der Hrer im Grunde das, was er hren mchte und wird dementsprechend auch nicht enttuscht, doch ein paar berraschungen, wie bei den beiden oben erwhnten Songs, knnte "The Dead Word" durchaus vertragen. So muss ich als Vergleichspunkt permanent an das absolute Meisterwerk von 2003 "A Murder Of Crows" denken; "The January Tree" konnte da mit seinen wenigen Durchhngern schon nicht mehr ganz mithalten und leider bleibt dieser Trend auch bei der neuen Scheibe erhalten. Es sind zwar keine schlechten Songs auf der Platte, doch erwartet man des fteren etwas speziellere Melodien und unerhrt gute Hooklines, die dann leider ausbleiben.
Hmm, ich denke, hier handelt es sich um die alte Streitfrage bezglich Stiltreue und Innovation. Jedoch egal wofr man einsteht "The Dead Word" hat Kraft, musikalische Ausdrucksstrke, Charisma und Emotion, profund poetische Lyrik und nicht zu vergessen eine fette und klare Produktion. Definitiv ein gutes Album, welches aber trotzdem getoppt werden knnte; der Beweis fr Devons Hochpunkt der Kreativitt geht auf das Jahr 2003 zurck.
Fans MSSEN die Platte trotz Allem kaufen!
   
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