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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

V.A. - Metalmessage Vol. II
Band V.A.
Albumtitel Metalmessage Vol. II
Label/Vertrieb Metalmessage
Homepage www.metalmessage.de
Verffentlichung 19.10.2005
Laufzeit 74:31 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung /
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Wieder gilt es, eine Metalmessage unters Volk zu bringen, wobei die zweite vor allem deutlich lnger ausfllt. Bei mehr als 74 Minuten Underground-Metal aus den Bereichen Black, Death, Pagan, Viking & Folk kann man sich ber die Laufzeit schon mal nicht beschweren. Auch das vom Necrolord himself gepinselte Cover-Artwork stellt eine Steigerung zum Vorgnger dar, auch wenn mir das Bild irgendwoher bekannt vorkommt. Aber zu den Bands:
Los gehts mit einem der besten Tracks, und zwar "Fallen Angel Of Plague" der Japaner TYRANT. Dass die Mnner und die Frau hinter dem Klimperkasten aus dem fernen Osten kommen, merkt man rein musikalisch kein bisschen, klingt der sauber produzierte Track doch stark nach MISTELTEIN mit einem Schuss BAL-SAGOTH, wenn Fanfaren-Keys zu Einsatz kommen. Es folgt ein Black-Metal-Brett ohne Kompromisse, das von UNLIGHT gezimmert wurde, zu deren Platte es hier ebenfalls ein Review zu lesen gibt. WEIRD FATE prsentieren dann "Schmach", ein melodisches Stck Black Metal mit Keyboards, das ein wenig an MACTTUS erinnert. Ruppigen Black mit intelligenten Breaks und Tempowechseln bieten dann KNOWHERE. Schn auch der Akzente-setzende Bass und die speedig sirrenden Riff-Eskapaden. WOLFCHANT starten mit erhabenen Keyboard-Sounds, die ber die ansonsten schwache Produktion aber nicht hinweg tuschen knnen. Zudem dmpelt das Lied durch das monotone Drumming bis auf das Ende im immer gleichen Rhythmus vor sich hin, was aber zumindest teilweise durch die guten Leads wett gemacht wird. Death Metal verbraten dann die SUFFERING SOULS, die zum einen hnlich melodisch wie VIOLATION zu Werke gehen und zum anderen besonders wegen der tiefen Vocals und Gitarren an alte HYPOCRISY erinnern. Das nchste Highlight liefern nun CONVERGENCE mit "Clockwork Paradise". Hier gibt es Synthie-geschwngerten Metal in der Schnittmenge Gothic/Black/Thrash zu hren, der mit viel Atmosphre bereichert wurde. Rudiger und in dnnem Sound rumpelt dann ein true Black Metal SCHATTENDASEIN aus den Boxen, das nicht unbedingt zu den Killern des Samplers zhlt, durch die akustischen Breaks aber einen gewissen Reiz hat. NEBELHORN prsentieren dann nach einem flotten Auftakt guten Viking Metal, der besonders nach dem Break durch volltnende Drums und kraftvollen Klargesang punkten kann. Beschwingten Pagan Metal gibt es danach von ODROERIR auf die Ohren. Gut die klaren Vocals und die von einer Violine begleiteten Chre, eher schlecht die female vocals. Es folgt mit HORN quasi der kleine Bruder von NEBELHORN, die ihren Song "Die Schaenke tief im Laubwald" passend mit den Klngen eines Jagdhorns starten. Ansonsten gibt es hier Folk/Pagan Metal der gemigteren Sorte, bei dem die Vocals zwischen Keifen und Normal-Gesang wechseln und am Sound noch einiges zu verbessern wre. Beim eigenwilligen KLABAUTAMANN und dem Donal Duck des Black Metals, BALTAK, verweise ich auf die entsprechenden Reviews hier. Zwiespltig verhlt es sich zum Schluss mit BLACK MESSIAH, deren Pagan Metal musikalisch zwar definitiv zu berzeugen wei, dessen klare Vocals nicht zuletzt durch die fr meinen Geschmack eher unfreiwillig komischen Texte aber reichlich gewhnungsbedrftig sind. Definitiv keine 08/15-Band, weswegen ich mir auch nicht anmae, nach nur einem Track ein Urteil zu fllen.
Fazit: Wie auch beim Vorgnger bekommt man hier die volle Underground-Breitseite und gleichzeitig einen gelungenen berblick ber selbigen. Echte Klogriffe gibt es keine, dafr aber ein paar gelungene berraschungen, die zeigen, dass nicht nur mediengehypte Label-Gren mitreiende Musik machen knnen.
   
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