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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NIGHTMARE - The Dominion Gate
Band NIGHTMARE
Albumtitel The Dominion Gate
Label/Vertrieb Regain Records
Homepage www.nightmare-metal.com
Verffentlichung 02.11.2005
Laufzeit 65:39 Minuten
Autor Snke Hansen
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Kopfschttelnd fallen mir primr zwei Dinge zu dieser Platte ein. Zuerst einmal klingen NIGHTMARE auf "The Dominion Gate" wie die THE KOVENANT des Powermetals; dann denke ich mir "schade eigentlich", denn man hrt jede Menge Potential aus diesem Album heraus, welches die Jungs aus Frankreich an die Schwertspitze des Powermetals katapultieren knnte. Allerdings klingt "The Dominion Gate" dafr einen Tick zu zwanghaft modern. Oldschool-Kraftmetall mit wirklicher Klasse wurde hier stellenweise mit Industrialparts, Effekten und allerlei synthetischem Krms aus der Konserve gespickt und dadurch ein wenig ihrer Gre beraubt. Da setzt gar einmal das Schlagzeug (das prinzipiell wirklich gut kommt) ganz aus und macht Platz fr ein Drum-Sample, die Gitarren weichen irgendwelchen Dingen, die man eher aus der MARYLIN MANSON-Ecke kennt und einzig der kraftvolle Gesang trllert unbeirrt weiter. Das Resultat in den Passagen, in denen dieses berhand nimmt (und zum Glck selten sind) ist wirklich unschn anzuhren. Andererseits, wenn der Zwang, modern klingen zu mssen, etwas abflaut, kommt man in den Genuss von wirklich richtig geilen Sachen! So zumindest bei den meisten Titeln, bei denen die schmetternden Riffs lediglich von einem leisen, theatralischen Keyboard begleitet werden und der Snger mitunter von einer Sngerin untersttzt wird. Dieses Duett (v.a. bei "Temple Of Tears") klingt im brigen wirklich richtig gut! Song Nummer 3 ("Messenger Of Faith") ist eigentlich das Stck, welches die Platte am besten prsentiert: Chorus schwer geil, gutes Geriffe, etwas Keyboard, geile Gesangsmelodie zum Mitsingen -in der Strophe dann hingegen das Gegenstck mit diesen komischen Elementen der Neuzeit. Hier geht die Rechnung auch noch halbwegs auf. Aber bei manchen Liedern wird's etwas undurchsichtig und viel eigentlich Gutes durch zuviel Pseudomodernes ihrer Aussagekraft beraubt.
NIGHTMARE sollen in den 80ern wohl mal eine richtige Gre innerhalb der franzsischen Metalszene gewesen sein. Nachdem sich die Band gegen Ende der 80er auflste, tat sie sich 1999 wieder zusammen und haut jetzt mit "The Dominion Gate" das bereits zweite Album seit ihrer Reunion raus. Dass sie damals bei unseren Nachbarn groen Erfolg hatten, mag ich aufgrund des unberhrbaren Potentials gerne glauben, aber mit diesen "neuen" Einflssen auf ihrer jetzigen Scheiblette werden sie sich nicht nur neue Freunde machen.
Wen es interessiert, wie sich Metal anstatt mit Fantasy- mit Science Fiction-Timbre anhrt, kann dennoch mal getrost reinhren, denn es ist nicht alles so schlecht, wie es sich jetzt anhren (bzw. lesen) mag. Zudem bekommt man bei einer Spielzeit von ber einer Stunde noch wirklich was fr seine investierten Krten. Und so bleibt, selbst wenn nicht alle Songs greifen, noch gengend Material, das man sich unbedingt reinziehen sollte.
   
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