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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

EVOHÉ - Tellus Mater
Band EVOHÉ
Albumtitel Tellus Mater
Label/Vertrieb Oaken Shield Records
Homepage www.evohe.fr.st
Veröffentlichung 01.09.2005
Laufzeit 45:15 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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EVOHÉ gründeten sich Anno 2000 in Frankreich und veröffentlichen nach zwei Demos ihr Debüt-Album namens "Tellus Mater". Geboten wird Black Metal der etwas eigenen Art, wobei sich dieses "Eigene" nicht so leicht definieren lässt. Vergleiche zu Truppen wie FOG, SHINING oder auch BELENOS tauchen zwar desöfteren mal auf, richtig festmachen kann man die Franzmänner daran aber nicht. Irgendwie brauen sie aus bekannten und reichlich verwendeten Zutaten ein atmosphärisch sehr dichtes Mach(t)werk, das Anhänger unverfälschter Rohkost ohne Keys und Frauengesang in ihren Bann ziehen dürfte. Unangefochtenes Hightlight der durchweg gutklassigen Scheibe ist das zweite Stück namens "Drawn In Fire", das so ziemlich alles bietet, was EVOHÉ so genial macht: Klirrende Uptempo-Attacken mit punktgenauem Drumming und eisigen Riffs, Breaks in etwas langsamere Passagen und ein wunderbar widerwärtiger Gesang, der aufgrund seiner kräftig-kratzigen Art zum besten gehört, was ich in der letzten Zeit in dieser Richtung so begutachten konnte. Damit aber nicht genug, kommen doch an ausgewählten Stellen auch ein paar Growls oder auch tiefe, kehlige gesprochene Momente hinzu. Entscheidend für die Schlüssigkeit dieses schwarzen Leckerbissens ist aber vor allem die famose Gitarrenarbeit, die es schafft eine unirdische Hymne nach der anderen zu kreieren. Dazu passt dann auch der durchweg transparente, aber leicht dünne und höhenlastige Sound perfekt. "Tellus Mater" ist zwar sauber und vor allem im Bereich Drumming/Bass recht druckvoll produziert, lässt aber glücklicherweise die Glattpoliertheit anderer Combos missen.
Ob EVOHÉ jetzt, wie das Infoschreiben meint, "the renewal of french Black-Metal" ist, so mal dahin gestellt. Fakt ist aber, dass es diese mit interessantem Artwork versehene Scheibe verdient hat, gehört zu werden. Daumen hoch!
   
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