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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FREAK NEIL INC. - Characters
Band FREAK NEIL INC.
Albumtitel Characters
Label/Vertrieb Lion Music
Homepage www.robvanderloo.com
Verffentlichung 21.10.2005
Laufzeit 56:28 Minuten
Autor Daniel Ableev
Bewertung 11 von 15 Punkten
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FREAK NEIL INC. ist das neue Prog-Projekt von Rob van der Loo (SUN CAGED), der einige uerst prominente Gastmusiker wie z. B. Steve DiGiorgio, James Murphy oder Sean Malone (DEATH, CYNIC) zum Mitspielen eingeladen hat. Herausgekommen ist ein zwar nicht 100%ig FREAKiges, aber dennoch relativ vielseitiges Progressive Metal-Album, das sich echt hren lassen kann. Nach dem kurzen Intro, in dem das Stimmengewirr der verschiedenen "Characters" zu hren ist, geht es mit "Talking Chair" richtig metallisch zur Sache: Der Erffnungsriff zhlt nicht unbedingt zu den innovativsten, hat aber den richtigen Drive, um dem Song ein prgnantes ueres zu verpassen. "I'm The Hero" hat noch mehr zu bieten: Funk & Groove, verursacht durch den auch spter mehr im Vorder- als Hintergrund agierenden Chapman Stick, eine schne Melodie, anspruchsvolle Soli und ein paar verrckte Stimmverzerrungen. Das gelungene "I Understand" berrascht durch Elektronik-typische Drum-Sequenzen als perkussive Begleitung, gefolgt von CYNIC-artig verfremdetem Gesang und trumerisch-entspannten Solo-Passagen. "Downtown" weist zum ersten Mal charakteristische Progmetal-Stilistik auf, die immer wieder von virtuos groovenden Fusion-Parts durchbrochen wird. "Beyond The Garden" ist eine makellos schne Ballade, verfeinert durch die weibliche Stimme von Gast-Vokalistin Irene Jansen. Der nachfolgende "Bulldozer Blues" ist das wuchtige Gegenteil und hlt, was der Titel verspricht: MESHUGGAHesk angehauchtes Heavy Rock/Metal-Riffing dominiert stark das kaum erkennbare Blues-Gerst und erzeugt auf diese Weise eine schwere Groove-Maschinerie, die insgesamt allerdings etwas unspektakulrer als die vorangegangenen Tracks daherkommt. "Caf Supreme" hingegen lsst eine sehr freundliche, energiegeladene, weltoffen-metropolitische Stimmung aufkommen, die mehr den Charme von Weltmusik als von Rock in sich trgt. "Jaba" ist wieder Metal pur, ein doublebassgetrnktes, sehr rhythmusorientiertes Stck, dessen Vorteile vor allem in der Kombination von Death Metal-migen Vocals mit coolem "Chapman Stick-Stuff" liegen. Das abschlieende "Absence" beginnt mit einem etwas unangenehmen Flstern, das aber glcklicherweise schnell der Musik Platz macht. Diese ist epischer als die restlichen Tracks ausgefallen und vereint deren verschiedene Stilmerkmale wie Elektrobeats, Metal, Fusion und Balladeskes zu einem soliden, wenn auch streckenweise farblos wirkenden Ganzen, das mit seinen 13 Minuten nicht den quantitativ vorgegebenen Hhepunkt des Albums bildet. Unterm Strich eine Platte, die (mit Einschrnkungen) eine Empfehlung wert ist, da echte Schwachstellen fehlen.
   
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