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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

AKERCOCKE - Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone
Band AKERCOCKE
Albumtitel Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone
Label/Vertrieb Earache/SPV
Homepage www.akercocke.com
Verffentlichung 10.10.2005
Laufzeit 48:03 Minuten
Autor Daniel Ableev
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Die Briten AKERCOCKE sind vielleicht nicht ganz dasselbe fr den Black Metal, was OPETH fr den Death Metal sind, aber prinzipiell geht der Vergleich in Ordnung. Sie umschiffen geschickt die uerst klischeebeladenen 08/15-Riffs, wie sie von Black-Metal-Riesen DIMMU BORGIR, NAGLFAR und Co. (zugegebenermaen) wirkungsvoll, bombastisch, larger-than-life - aber gerade darin ist der Keim der Geschmacklosigkeit zu suchen (und zu finden) - propagiert bzw. inszeniert werden, indem sie das Vehikel "Black Metal" mit diversen (mittlerweile nicht mehr allzu) genrefremden, hufig progressiven Aspekten anreichern. Neben ungebremstem Doublebass-Geblaste und monstrsen Growls gibt es ruhigere und besinnliche Momente zu bestaunen. Erffnet wird das Album von dem Lied "Verdelet", in dem ein aggressiver Riff die Grundlage fr einen sehnsuchtsvollen und irgendwie entfremdeten bzw. -nden Gesangspart bildet. "Seduced" ist Black/Death Metal pur, kompromissloses Riffing, das hier und da allerdings etwas "unfrische" Zge annimmt und dem Rezensenten Zweifel ob der Originalitt dieses Tracks aufbrdet; nichtsdestotrotz ein gutes Stck Metall, das vor allem gegen Ende hin noch einmal seine gesamte Energie zum ultimativen Riff-Groove bndelt. "Shelter From The Sand" ist etwas balladesker gehalten und bezieht seine Schnheit vor allem aus den von akkustischer Gitarre begleiteten Clear-Voice-Gesangspassagen, die immer wieder von verschiedenen Zwischenspielen heftigeren Kalibers durchbrochen werden. "Eyes Of Dawn" kommt schnell zur Sache, ein einfacher und prgnanter Riff macht den Anfang, wonach der Song einige leicht avantgardistische Wendungen nimmt und so bis zum Ende interessant bleibt. Das Instrumental "Dying In The Sun" klingt in etwa genauso, wie der Titel es verlangt: exotische Wstenklnge gepaart mit dem einen oder anderen Gerusch extraterrestrischer Fauna als Prolog zum darauf folgenden Zweiteiler "Words That Go Unspoken". In diesem finden sich sanfte, hammerharte und ambientmige Elemente, die zusammengenommen etwas Unheimliches und Auswegloses heraufbeschwren. "Seraphs And Silence" und "The Penance" sind dann wieder zwei waschechte todesmetallische Vorschlaghmmer mit virtuoser Gitarrenarbeit, die kaum zur Ruhe kommen, wobei letzteres von beiden etwas verschlungenere Melodielufe enthlt. Den Abschluss und vielleicht auch emotionalen Hhepunkt dieses Albums bildet die einzige echte Ballade "Lex Talionis", die in Nostalgie-Moll verfasst zu sein scheint und den Hrer mitten in der Seele zu berhren vermag. Nimmt man all die Eindrcke zusammen, entsteht ein Gesamteindruck, der besagt, dass es sich hier um ein beraus gelungenes, wenn vielleicht auch nicht ganz so bewegendes Album wie der Zeitgenosse "Ghost Reveries" handelt. In diesem Sinne:
   
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