|
|
|
|
|
|
|
|
|
Mittelpunkt in dem musikalischen Schaffen von BONGZILLA ist definitiv der Konsum des Grases, das das Bewusstsein erweitern soll. Der Bandname, der Titel ihres neuen Langspielers - "Amerijuanican" -, die Songtitel ("Weedy Woman", "Stonesphere" ect.) und das Cover (im Comicstil gepinselter, Tüte rauchender Soldat vor einer Stars and Weed - Flagge, in Anlehnung an Stars and Stripes) reduzieren sich allein auf das eine Thema. Auch die Mucke selbst des Silberlings zielt in selbige Richtung. Gemütlicher, dennoch schwerer Doom und Stoner Rock im Stile alter Black Sabbath. Zumindest, wenn man von der reinen Instrumentalisierung ausgeht, lässt es sich mit dieser Umschreibung einfach leben. Der Gesang jedoch geht in eine ganz andere Ecke. Dieser klingt eher wie ein schlechter Versuch, Geschreie und Growls aus dem Metier von Bands wie DARKTHRONE und Konsorten mit ins Spiel zu bringen. Stilistisch recht gewagt, aber in der Theorie durchaus vorstellbar, funktioniert diese Kiste hier allerdings nicht wirklich. Abgesehen davon, dass der Gesang dafür zu kraftlos und dünn rüberkommt, passt die Kombination einfach nicht. Aber zum Glück wurde der Sänger in den Hintergrund gemixt und tritt nie an erster Stelle. Denn die dominante Position nehmen die wirklich coolen Gitarren ein, die mit ihrem doomigen, Fuzz-Sound ein paar feine, zwar simple, aber ohrwurmträchtige Riffs aus den Boxen brüllen lassen. Oder sagen wir, dies geschieht zumindest in einigen Liedern, die sehr interessant klingen und einen eigenen Charme versprühen, der selbst über den mittelmäßig bis schlechten Gesang hinweg sehen lässt. Der Titelsong und das zweite Stück "Kash Under Glas" wissen echt Arsch zu treten. Im vierten Song "Cutdown" wird es dann allerdings etwas eintönig und langwierig, auch das lahme Solo hilft da nicht viel. "Weedy Woman" hingegen erinnert wiederum sehr stark an BLACK SABBATH und kommt dementsprechend groovy rüber. Erwähnt werden sollte noch der letzte Song der Platte, welcher nun echt langweilig ist, die Leadgitarre zerrt mit ihrer Kindermelodie beträchtlich an den Nerven und das Solo ist so grottig, dass es in den Ohren schmerzt. Den Track hätten sich die Jungs nun wirklich sparen können. Resultierend lässt sich sagen, dass die musikalische Ausrichtung von "Amerijuanican" im Prinzip nicht verkehrt, aber dafür im Ganzen eher nicht gelungen ist. Zwar sind die meisten Songs durchaus hörbar, aber letztlich findet man zu viele Schwachpunkte, um sich wirklich die volle Dröhnung geben zu können. |
|
|
|