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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ONFALL - Through These Days Of Steel
Band ONFALL
Albumtitel Through These Days Of Steel
Label/Vertrieb Lucifer's Legions Records
Homepage www.onfall.it
Verffentlichung 15.03.2005
Laufzeit 33:39 Minuten
Autor Thomas Roos
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Onfall haben neben einer 7", einer MCD und einer 3-way-split-MCD/7" mit Comin Correct und Cain noch nicht viel vorzuweisen. Neulinge sind es aber trotzdem nicht, denn sie sind schon seit 1994 unterwegs. Von der Urbesetzung ist allerdings nur noch ein Mitglied verblieben. Nach elf Jahren ist also das erste Album erschienen. Wie es sich fr eine italienische Vegetarian Straight Edge Band gehrt klingt das natrlich sehr metallisch, womit sie sich ohne weiteres neben Landsmnnern wie Sentence einordnen, deren Snger Alessandro hier zu zwei Gastauftritten kommt. Soundmig geht man aber weniger in Richtung Metal. Ein Slayer-Inferno, wie man es vor allem von Bands wie Purification gewohnt ist, bleibt also aus. Vielmehr orientiert man sich am New School der 90er. Daneben sind geringe Einflsse aus dem Death Metal und dem Old School allein schon durch Songtitel wie "Obedience And Suffering" und "Alone In A Crowd" nicht von der Hand zu weisen, whrend man modernere Einflsse wie Hatebreed durch simplen Textklau offen legt ("Resurrect Every Dream That You Buried Alive"). Das sie zudem auf Arkangel abfahren erkennt man schon am Cover, das stark an die "Dead Man Walking" erinnert. In erster Linie steckt aber ganz offensichtlich eine ordentliche Portion Earth Crisis drin. Snger Paolo macht sogar Karl Buechner alle Ehre. Mit all diesen Zutaten hat man es also endlich geschafft, ein ganz akzeptables, wenn auch alles andere als eigenstndiges Album vorzulegen, das mit dem legendren Bibelzitat von Samuel L. Jackson aus seiner oscarnominierten Rolle in Pulp Fiction eingeleitet wird. Die solide musikalische Leistung hat aber leider unter anderen Schwchen zu leiden. Neben den erwhnten Anleihen bei bekannten Bands liegen die unter anderem in Fehlern der Grammatik und der Rechtschreibung, die nicht immer nur auf Unwissenheit zurckzufhren sind. So wird ein und derselbe Songtitel zum Beispiel in zwei unterschiedlichen Schreibweisen aufgefhrt. Neben der Lyrik gibt es noch andere kleine Unzulnglichkeiten, ber die man auch hinweg sehen kann. Das der Text von "This Dying World" aber unter "Another Day Passes By" ein zweites mal abgedruckt ist, whrend der eigentliche Text komplett fehlt, ist schon mehr als amateurhaft. Wer hier fr das Layout zustndig war, hat ganz schwache Arbeit geleistet. Das zieht die Bewertung fr das Album leider etwas runter. Ob das Verffentlichungs-Datum korrekt ist, kann ich leider auch nicht genau sagen, da ich diesbezglich labelseitig bisher drei unterschiedliche Angaben gefunden habe. Lucifer's Legions ist natrlich nur ein sehr kleines, aber trotzdem bemhtes HC-Label. Der Gesamteindruck dieser Verffentlichung zeugt jedoch nicht gerade von Ambitionen.
   
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