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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NEKROPOLIS - The Perversion Of Humanity
Band NEKROPOLIS
Albumtitel The Perversion Of Humanity
Label/Vertrieb Metal Axe Records
Homepage www.nekropolis.ch
Verffentlichung 04.09.2005
Laufzeit 50:52 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Die NEKROPOLIS wurde 1998 erbaut, spie 2000 und 2001 zwei Demos aus und verkndet heuer machtvoll "The Perversion Of Humanity". Zwar stt mir der Satz "Die Zeit der Oldschool Deathmetaller ist zu Ende" aus dem Infoschreiben ziemlich bel auf, Fakt ist aber, dass die Architektur der Schweizer tatschlich recht modern gehalten ist.
Als Fundament der Totenstadt haben die Baumeister soliden Death/Black gewhlt und somit die Basis mit rhythmischen Riffs, pumpendem Drumming und perfekt ausbalancierten Screams/Growls felsenfest zementiert. Darauf wurden dann die mal bedrohlich-dsteren und mal filigran-verspielten Aufbauten platziert, die mit wuchtigen Bollwerken ebenso zu beeindrucken wissen, wie in den handwerklich przisen Feinarbeiten. Von schwindelerregend hohen Trmen, auf denen songdienliche Leads thronen, bis hinunter in die lichtlosen Katakomben, in denen unheilvolle Doublebass-Schlge durch die Dunkelheit hallen, ist hier fr jeden Bewunderer totschwarzer Baukunst etwas zu finden. Die eingangs erwhnte moderne Komponente der NEKROPOLIS, die wider Erwarten wunderbar mit dem Stil der Stadt harmoniert, rhrt von den hinter jeder Ecke lauernden, flchendeckenden und symphonischen Synthie-Arrangements her. An manch einer schlecht Beleuchteten Biegung begegnen dem erfhrchtig durch die Totenstadt wandelnden Besucher vage Erinnerungen, die schattengleich krperlos durch die Leere driften. "LIMBONIC ART..." und "DIMMU BORGIR..." scheinen sie zu flstern, nur um im nchsten Atemzug wieder im klammen Nebel zu verschwinden. Vereinzelt hrt man hinter klappernden Fensterlden und lose in den Angeln hngenden Tren Gesprchsfetzen und erstaunt kann man dabei sowohl G'Kar von Babylon 5 als auch Dracula vernehmen, die ihre Weisheiten von sich geben. Beim Rundgang durch die Totenstadt wird man nur einmal von einer Polizeisirene, gefolgt von Polizeifunk strend an die banale Wirklichkeit jenseits der Tore erinnert.
Bei allen architektonischen Finessen haben die Bauherren auch auf die akustische Komponente viel Wert gelegt, so dass "The Perversion Of Humanity" egal wo man sich gerade in der NEKROPOLIS aufhlt, kraftvoll und nachdrcklich ihren bleibenden Eindruck hinterlsst.
NEKROPOLIS ist ein Reich erbaut auf uralten, fr die Ewigkeit bestimmten Fundamenten, das den Anschluss an die Gegenwart gefunden hat und sich trotzig gegen andere neuzeitliche Bauwerke behauptet, die lngst wieder in Vergessenheit geraten sein werden, wenn die Stadt der Toten auch weiterhin ihre ghnenden Pforten fr wagemutige Reisende offen halten wird. Doch sei gewarnt, Wanderer! So leicht der Weg hinein ist, so schwer ist es, den Rckweg zu finden...
   
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