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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PAUL SPECKMANN - Masterpieces
Band PAUL SPECKMANN
Albumtitel Masterpieces
Label/Vertrieb twilight
Homepage www.speckmann.tk
Verffentlichung 15.08.2005
Laufzeit 55:42 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung /
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Mir ist dieser Pseudo-Kult, der um Herrn Speckmann respektive MASTER aufgebaut wird schon immer auf die Nsse gegangen. MASTER sind so dermaen Kult, dass kein einziges Redaktionsmitglied auch nur einen Tontrger der Truppe sein Eigen schimpfen kann...
Whatever, "Masterpieces" ist jedenfalls eine Kompilation von Speckmanns Lieblings-Stcken, wobei dabei neben MASTER auch die vielen anderen Projekte/Bands beackert werden, in denen er sonst noch ttig war. Los geht's mit zwei neuen MASTER-Tracks aus dem Jahre 2004, die sich als thrashiger Death Metal mit grozgigen Doublebass-Einlagen entpuppen und gut reingehen. Es folgen SOLUTIONS (1999) mit einem nicht mal halbmintigen Gastauftritt, den man sich auch getrost htte schenken knnen. Vom zweiten ABOMINATION-Album (1991) stammen "Blood For Oil" und "Pull The Plug" (kein Cover). Geboten wird Thrash, der sich deutlich von deutschen Vorbildern beeinflusst gibt, inklusive Uffta-Drumming. Dann sind wieder zwei MASTER-Songs aus dem Jahre 1989 an der Reihe, die in drftigem Sound hin und wieder an MORBID ANGEL erinnern und einen nicht zu leugnenden Charme versprhen. Was im Prinzip eigentlich fr alle Songs auf der Scheiblette gilt. Recht frisch von 2000 hollern nun MARTYR los, die mit fettem Sound ziemlich modern tnen. "Kill With Me" ist dabei schn eingngig, whrend "Crooked Teeth" beinahe rockig dahergeschrammelt kommt, aber definitiv Spa macht. "Follow Your Savior" von 2002 ist wiederum von MASTER und prsentiert sich ebenfalls sehr eingngig, was an dem satten Groove liegen drfte. Zudem wurden hier ein paar Laber-Samples verbraten, um den Song aufzulockern. Mit DEATHSTRIKE, der eigentlichen ersten richtigen Band Speckmanns aus dem Jahre 1985 rumpelt es dann schn rudig aus den Speakern. Die VENOM-Parallelen im Gesang stechen hier besonders hervor, was der Mann im Infoschreiben aber auch unumwunden zugibt. Es folgt ein weiterer MASTER-Track (1992) namens "Cut Through The Filth", den ich doch schon mal irgendwo gehrt habe! Ist mir vermutlich durch die seltsamen, aber auch interessanten psychedelischen Keyboad-Flten im Ohr hngen geblieben. SPECKMANNS einziger Solo-Song (1991, "Remorseless Poison") prsentiert sich mit superdicker Doublebass und screamigem Gesang und hat wie die meisten seiner Stcke neben dem Death-Metal-Fundament ein gehrig thrashige Schlagseite. "Heathen" und "Latitudinarian" (weitherzig) holen nochmal den MASTER raus, der uns brachial und ungeschliffen aus dem Jahre 1991 entgegen brllt.
Fazit: Dass "Masterpieces", um Speckmann zu zitieren, "a must for collectors of Underground Metal!" ist, wage ich zu bezweifeln. Sicher, Fans von MASTER & Co. werden das Teil mgen. Leider ist die Gestaltung aber mehr als drftig ausgefallen. Zwar sind im Booklet Bilder der beteiligten Musiker aus den verschiedenen Epochen inklusive deren Namen abgebildet, welche Band man sich da aber gerade anguckt, bleibt dummerweise unerwhnt. Genau wie bei der Tracklist, die wirklich nur die Namen der Songs enthlt, nicht aber den Namen der jeweiligen Band! Such a Quatsch! Und anstatt die Lieder chronologisch anzuordnen hat man sie lieber chronisch unlogisch angeordnet. Wre doch viel interessanter gewesen, die Entwicklung von vorne bis hinten verfolgen zu knnen, aber nein... Na ja, musikalisch bekommt man jedenfalls zumeist guten Todesblei vorgesetzt, der besonders der Old-School-Fraktion munden drfte.
   
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