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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DISBELIEF - Shine
Band DISBELIEF
Albumtitel Shine
Label/Vertrieb Massacre Records
Homepage www.disbelief.de
Verffentlichung 25.03.2002
Laufzeit N/A
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Mit "Shine" kommt am 25.03.02 das mittlerweile schon vierte Album der deutschen Extrem-Metaller in die Lden. Und das Attribut "Extrem" ist auf jeden Fall mehr als zutreffend, denn die Musik des Quintetts einfach nur lapidar als Death Metal zu bezeichnen wre wohl fatal. Zu variabel, zu abwechslungsreich kommt sie daher. Erst wird in bester Bolt Thrower-Manier nach vorne gegroovt, nur um dann im nchsten Takt in eine traurige Nummer umzuschlagen, die aber trotz aller Melancholie nur so vor Brachialitt strotzt. So pendelt die Platte dann die meiste Zeit zwischen Midtempo und eher langsameren Passagen hin und her, wirklich geprgelt wird nie. Und absolut der Musik entsprechend integriert sich auch Ausnahmesnger Karsten Jger in das musikalische Gesamtbild. Was wre diese Band ohne ihren begnadeten Frontmann?? Es ist immer wieder erstaunlich, wie intensiv dessen Organ rberkommt und das Spektrum der Emotionen von einem Rand zum anderen abzudecken wei. In dem gnadenlosen Gesang mischt sich Wut und Verzweiflung, Hass und Trauer, so dass es dem Hrer schon mal krftig an den Nerven zerren kann, es diesem aber nie AUF selbige geht, wohlgemerkt! Moment mal! Einmal tut er das doch, und wie!! Nmlich bei Song Numero Fnf ("Me and my World"). Das Stck beginnt mit einem gefhlvollen Klavierintro, geht dann in eine tiefe Gitarrenwalze ber und dann... dann singt der Kerl wie der Mensch von Life of Agony!!! Da musste ich ganz gewaltig schlucken, furchtbar! So was muss nun wirklich nicht sein! Ansonsten ist der (sprlich eingesetzte) Klargesang aber durchaus vertretbar und songdienlich ("Walk", "Falling without Reason"). Wren nur noch die Texte interessant, denn Songtitel wie "The Decline", My and my World" oder "Mad sick Mankind" zeigen sich offenbar ziemlich kritisch der Welt gegenber, in der wir alle wohl oder bel zurechtkommen mssen. Ein weiterer dicker Pluspunkt des Albums ist der fette, enorm druckvolle Sound, der dem satten Groove sehr zu gute kommt. Selten hab ich so einen satten Bass aus meinen Boxen rollen hren! So auch im neunten Track, dem absoluten Highlight der CD, das ein dermaen cooles und lockeres Riff sein Eigen nennen darf, dass es eine wahre Freude ist! Ein Ohrwurm sondergleichen, der von dem schnen Zusammenspiel von Rhythmus- und Leadgitarre profitiert. Der finale Song schlussendlich ist ruhig gehalten und fungiert dadurch quasi als Outro, das einen nachdenklichen Rezensenten hinterlsst. Minuspunkte gibt's eigentlich nur zwei, das farblich schlecht abgestimmte Backcover (schwarze Songtitel auf unbersichtlichem, dunklen Hintergrund) und den oben erwhnten Ausrutscher (oder nennt man das "Experiment"??) beim Gesang. Ansonsten ein super Album, dem man allerdings eine Chance geben muss, sich zu entfalten und das man vermutlich nicht in jeder Stimmungslage wirklich genieen kann.
   
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