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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MALNÀTT - Carmina Pagana
Band MALNÀTT
Albumtitel Carmina Pagana
Label/Vertrieb CCP Records
Homepage www.malnatt.org
Veröffentlichung 11.07.2005
Laufzeit 47:21 Minuten
Autor Markus Möwis
Bewertung 4 von 15 Punkten
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Ja geil, es gibt auch in Italien richtige Pagan Black Bands, dachte ich mir als ich zuerst den Promotext zu dieser Scheibe hier durchlas. Als ich dann die CD in die Anlage schob, floß ein elektronisches Orchestral-Intro zum ersten Song - unterstützt von fetten Gitarrenakkorden - aus den Boxen, was mich nun nicht wirklich umhaute, aber bei weitem mehr mit Pagan zu tun hat und dazu noch wesentlich besser ist als der Rest dieses Albums.
Grob zusammengefasst klingt dieses Album nach CRADLE OF FILTH der alten Tage, ergänzt durch ein paar FINNTROLL-mässige Einlagen und eine Altus-Sängerin die meint, mal eben einen auf Opernsängerin machen zu müssen und meistens nur Klangflächen für den Hintergrund bildet, indem sie die Töne hält. Ab und an gibts dann auch noch Teile in denen sie Text singt, allerdings belaufen sich diese Textstellen selten auf mehr als lalala, lololo oder nanana. Also wirklich ganz grosses Kino. Allerdings kann sie wirklich gut grunzen und kreischen, aber das hilft uns in diesem Punkt leider auch nicht viel weiter. Dazumal klingen die Songs grösstenteils wirklich sehr ähnlich, was die Platte nicht gerade besser macht. Es sind ein paar nette Songideen vorhanden, allerdings kommen mir die meisten doch eher geklaut - sprich schonmal irgendwo gehört - vor und eben mal in die andern Songstrukturen reingewurschtelt. Der Keyboarder hätte übrigens besser mal seine Einstellungen öfter gewechselt, der Kirchenorgel-Sound geht einem irgendwann einfach nur tierisch auf den Keks. Die Spitze des Ganzen ist dann noch die Adaption des Irish Folk Songs "Star Of The County Down" im Lied "Siamo Galli" (soviel zum Thema Pagan). Komischerweise ist gerade dieser Song der beste des ganzen Albums, auch wenn mir das Schlagzeug/Keyboard/Akkustikgitarren-Walzerintro jedes Mal die Nackenhaare sträubt. Also alles in allem beileibe nicht die so gelobte Epic Pagan Black Band sondern eher eine italienische Cover-Band, bestehend aus etwas versierteren Musikern, die dem italienischen RHAPSODY-Träller-Alltag zu entfliehen suchen. Dazu kommt eine zwar recht gut differenzierte Produktion, aber irgendwie fehlt mir da der Druck. Black Metal hin oder her: Entweder verwaschen oder druckvoll, aber nicht so eine Mittelmaß-Variante. Ob ein anderer Sound dieses Album allerdings verbessert hätte, bleibt für mich fraglich. Der 5 konnte dieses Album übrigens durch "Siamo Galli" gerade noch so entkommen..
   
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