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Der Name E.VIL steht als symbolträchtige Abkürzung für den jungen skandinavischen Gitarristen Elias Viljanen, der zusammen mit seiner Band Evil Spirit sein nunmehr zweites Instrumentalalbum vorstellt. Das Infoblatt zu "The Leadstar" vermittelt den Eindruck, es handle sich bei der Mucke um Ultra-Speed-Griffbrett-Gewichse alter Schule, doch hat der Longplayer weitaus mehr zu bieten, als schnödes zerschreddern abgegriffener Skalen. Denn Mr. Böse setzt merklich viel Wert auf Atmosphäre und Feeling der Stücke und fährt dementsprechend nicht permanent das volle Brett. Gefühlvolle Melodien und interessante Riffs werden mit kurzen Frickelpassagen verbunden und bilden ein gesundes Gleichgewicht zwischen Song(-idee) und teils technischem, modernen Gitarrenspiel. Natürlich erfindet Elias den Sechs-Saiter hier nicht neu und lässt die zwei größten Einflüsse eines jeden ambitionierten jungen Klampfers offensichtlich durchscheinen, nämlich Satriani und Vai. Doch er macht seine Sache gut und überzeugt vor Allem mit seinen ruhigeren, sphärischen Nummern wie "Follow The Leadstar", "Touching The Sky". "Fast & Furious", "Northern Storm" (mein Favorit), oder "High-Powered" bilden das Gegenstück zu den balladesken Tönen und rocken recht gut. Wobei letztgenanntes etwas undifferenziert und untight aus den Boxen kommt. Komisch eigentlich, da die sonstigen Riffs und Sololicks eigentlich sehr genau sitzen. "The Leadstar" ist ein gelungenes, aber nicht weit überragendes Album mit guter natürlicher Produktion und ambitionierten Qualitäten. Let's see what future'll bring. |
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