Navigation
                
17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MANIFEST - Half Past Violence
Band MANIFEST
Albumtitel Half Past Violence
Label/Vertrieb Edgerunner Music
Homepage www.manifest-rock.com
Verffentlichung 13.06.2005
Laufzeit 48:12 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 8 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
MANIFEST aus Norwegen liefern nach vier Promos nun via Edgerunner Music ihr selbstfinanziertes Debt ab. Anders als das Gros der Landsmannen spielen die Herren weder Death noch Black, sondern tummeln sich irgendwo im Bereich des modernen Thrash. So ist an mancher Stelle besonders im tief gestimmten Gitarrenbereich ein leichter PANTERA-Einfluss erkennbar, der sich aber bedeckt hlt. berhaupt fllt es schwer, musikalische Vergleiche zu ziehen, da MANIFEST recht eigensinnig an die Sache herangehen. Dominierend ist aber auf jeden Fall die groovige Gitarren- und Bassfront, die eher Wert auf treibendes Riffing als auf hektische Lufe legt. Stets die Mucke begleitend ist ein gewisser Rock-Vibe, der mal mehr mal weniger aus der Versenkung geholt wird, aber stets das gewisse Etwas auf "Half Past Violence" ausmacht. Flexibel gestaltet sich auch die Handhabung der Vokalien, die neben den leicht verzerrten Growls auch mal in klare aber harte Passagen abrutschen. Und das sogar ganz gut. In "Dead End Spiral" oder "The Art Of War" bekommt der Fronter zudem Untersttzung von einer Art verschicktem Chor und wtenden Gruppen-Shouts. Neben der meist zgigen bis midtempolastigen Ausrichtung der Geschwindigkeit sticht besonders "Friendshit" durch seine schleppende, beinahe zhe Gangart hervor. Inklusiver klarer Klampfen-Parts ist dieser Track einer der abwechslungsreichsten und eingngisten auf der Platte. Textlich geht es auf der Scheibe wut- und hasserfllt zu, da bekommt die Gesellschaft genau so einen auf den Deckel, wie die Ex und ein hinterhltiger "Freund".
Warum "Half Past Violence" trotz des bisher Geschriebenen dennoch nur im Mittelfeld anzusiedeln ist, liegt meiner Meinung nach an zwei entscheidenen Punkten: Zum einen ist der Sound, besonders im Schlagzeug-Bereich, alles andere als perfekt. Alles klingt leicht dumpf und die Drums lassen ungute Erinnerungen an eine gewisse METALLICA-Platte aufkommen. Zum anderen fehlt vielen Songs die Griffigkeit, um Dauerhaft in den Hrgngen haften zu bleiben, sprich es ist einfach zu viel Durchschnitt zwischen den herausragenden Tracks verstreut. Fr ein Debt ist "Half Past Violence" dennoch nicht von der Bettkante zu stoen und ich denke, dass wir von MANIFEST in Zukunft noch einiges erwarten knnen!
   
<< vorheriges Review
LOS LOS - Vamos A la Playa
nchstes Review >>
MADBALL - Legacy


 Weitere Artikel mit/ber MANIFEST:

Zufällige Reviews