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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MISTRESS - In Disgust We Trust
Band MISTRESS
Albumtitel In Disgust We Trust
Label/Vertrieb Earache Records
Homepage www.geocities.com/stomp666/
Verffentlichung 20.06.2005
Laufzeit 50:30 Minuten
Autor Markus Mwis
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Und wieder einmal beehrt uns eine Grindcore-Band aus dem Hause Earache. Diesmal wird jedoch eher bodenstndiger Death-Grind mit leichten Heavy-Anleihen aus good old England - genauer gesagt Birmingham - geboten. Mal wird geknppelt, mal gibts Passagen die den Landsmnnern von BOLT THROWER wrdig wren und mal packt Dave Hunt - der Snger - eine Quietscheentchen-mige Stimme aus, die sich wirklich gewhnungsbedrftig anhrt. Diese Parts sind grsstenteils sehr melodisch und passen noch gerade so zum gesamten Umfeld, erinnern sogar teilweise an alte Thrash-Zeiten. Besagter Gesang kommt aber auch nur hier und da mal vor und setzt den Songgebilden an Abwechslung noch das Sahnehubchen auf, dazumal der Gesang sich vom ganzen Rest auch wirklich abhebt. Das Spektrum welches hierbei abgedeckt wird - von growlen ber kreischen bishin zum Singen - ist wirklich bemerkenswert.
Der Sound ist schn fett, differenziert und lsst keine Wnsche offen. Das ganze wre wirklich eine Superscheibe, wenn ab Hlfte dieses Silberlings die ganze Chose trotz aller Abwechslung nicht so eintnig werden wrde. Eintniger als der Abschluss-Song "Shovel" wirds auch kaum gehen. Man nehme eine wunderbar dumpf tnende Glocke und ein fettes, schn langsam vor sich hin groovendes Death-Metal-Riff und lasse das Ganze dann an die 4 Minuten durchlaufen. Na super.. Ich frage mich immer noch, wie man das bei all dem Potential schaffen kann.
Apropos Potential.
Es sollte vielleicht noch erwhnt werden, dass MISTRESS auch mit zwei bekannten Gesichtern aufwarten kann. Zum Einen wre da der Snger namens Dave Hunt, der seit 1998 bei BENEDICTION die Front-Position innehat und zum Anderen gbe es da noch den Schlagzeuger mit dem Synonym Migg, der bei der englischen Black-Metal Band FROST fr die komplette Musik zustndig ist. Beide zusammen bilden auch noch zu allem berfluss die Black-Metal Band mit dem gar lustigen Namen ANAAL NATHRAKH.
Den Snger himself knnte ich allerdings fr seinen Gesang beim 7. Song dieses Albums mit dem sehr sinnvollen Titel "Whiskey Tastes Better.." umbringen. Also sowas Nerviges muss nun wirklich nicht sein. Quietschgesang in den hchsten Hhen auf einem Death-Unterbau, und dann noch nicht mal halbwegs erkennbar.
Trotz allem Positiven doch ein leider nur mittelmssiges Album. Auch wenn es die mittlerweile schon 3. Verffentlichung dieser Gruppe ist, kann doch noch wesentlich mehr herausgeholt werden. Ich bin ja mal gespannt ob diese Briten es schaffen sich noch weiterzuentwickeln, zu wnschen wre es. Es lohnt sich trotzdem ein Ohr zu riskieren, schaden kann sowas ja nie. Anspieltipp fr alle Risikobereiten: Song Nummer 4 namens "Static".
   
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