Navigation
                
18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DIABOLICUM - The killing Spree
Band DIABOLICUM
Albumtitel The killing Spree
Label/Vertrieb Code666
Homepage www.diabolicum.cjb.net
Verffentlichung 2001
Laufzeit N/A
Autor Andre Kreuz
Bewertung /
>> Als E-Mail versenden
Mit "The killing Spree" liegt keine weitere Full-Length-Verffentlichung von DIABOLICUM vor, sondern eine Kompilation aus raren, teils unverffentlichten Stcken bzw. alternativen Versionen vor. Der eigentliche Grund, diese CD berhaupt auf dem Markt zu schmeissen, war der Videoclip "The Defcon", der eigentlich schon auf dem letzten Album "The dark Blood rising" htte vertreten sein sollen. Hier funkte der Band aber in letzter Sekunde die Zensur dazwischen, so dass der Clip zwar auf der fertigen Pressung von "The dark..." angekndigt war (auch im Booklet), aber niemals das fadenscheinige Licht der ffentlichkeit erblickte. Diese Probleme umging man daher geschickt mit vorliegendem Werk und lie es sich dabei nicht nehmen, noch einiges an interessantem Material mitzuliefern. Zum Video sei an dieser Stelle nur gesagt, dass es belst kaputt und krank und pervers und was-wei-ich-noch-alles ist, wer sich wirklich dafr interessiert, wird aber nicht umhin kommen, sich die CD selber zu kaufen... Dabei sollte man sich allerdings beeilen, denn das fiese Stck ist auf nur dnne 666 Kopien limitiert! Zur Musik: Wer DIABOLICUM kennt, liebt sie oder hasst sie, so einfach drfte das im Fall der Norweger um die beiden Chefdenker Sasrof (u.a. bekannt durch SETHERIAL) und Gorgorium sein! Auf ihrem Napalm-Records-Debt "The Grandeur of Hell" bezeichnen sie ihren Stil selber als "Infernal Industrial Black Metal Art" und dem kann ich absolut nichts mehr hinzufgen. Damit hat die Band ins Pechschwarze getroffen, denn jegliche andere Umschreibung wre blanker Bldsinn. Black Metal ist die Musik von der klassischen Instrumentalisierung, der Atmosphre, dem Gesang und den eisigen Riff-Attacken her, Industrial wird das Ganze dann durch den Drumcomputer mit den sterilen, oft stakkatomigen Beats und durch die vielen verwendeten Samples. Besonders letzteres trgt ungemein dazu bei, die Musik von DIABOLICUM in einen abartig dunklen Strudel der Gefhle zu verwandeln, denn ich fr meinen Teil kann mir diese Kompositionen nicht anhren, ohne dadurch in irgendeiner Form bewegt zu werden. Das Spektrum reicht dabei vom blanken Hass und Menschenverachtung bis hin zu tiefer Melancholie und Verzweiflung. Wer wirklich selbstmordgefhrdet ist, sollte tunlichst die Finger von jedwedem Album der Truppe lassen. "The killing Spree" beinhaltet neben dem unverffentlichten Ausnahmesong "Thermonuclear xtc", dem vom letzten Album bekannten Titel "The War Tide", einer Demo-Version von "The Wind shall slay", einem Intro und dem besagten Videoclip noch zwei der drei Demos der Norweger. Zum einen wre da das Demo "De Frdmdas Legion" mit drei Tracks und einer noch sehr deutlichen Verwurzelung im traditionellen BM und zum anderen "The Imperial Darkness", das mit insgesamt fnf Stcken aufwarten kann. Hier zeigen sich erste Spuren der Industrial-Elemente und einige Passagen aus den Songs sind auch auf dem "The Grandeur of Hell"-Debt verbraten worden (siehe "Jesus Fall", "From the Depths" und das Outro). Was bleibt ist, dass DIABOLICUM tiefster Underground sind und ihren Fankreis mit "The killing Spree" kaum ausbauen drften, dafr ist die Mucke einfach zu kaputt und eigen, wofr ich aber aus tiefstem Herzen dankbar bin. Wie gesagt, dieser unheilige Juwel ist auf 666 Stcke limitiert, so dass ich allen ernsthaft Interessierten nur nahe legen kann, sich schnellstens danach umzuschauen. Eine Note gibt es ob der besonderen Natur des Silberlings keine.
   
<< vorheriges Review
THE DEVIN TOWNSEND BAND - Accelerated Evolution


Zufällige Reviews