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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DARKEST HOUR - Undoing Ruin
Band DARKEST HOUR
Albumtitel Undoing Ruin
Label/Vertrieb Victory Records
Homepage www.darkesthour.cc
Verffentlichung 27.06.2005
Laufzeit 37:50 Minuten
Autor Thomas Roos
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Mit Darkest Hour hatte ich nie wirklich was am Hut. Trotzdem ist mir die allgemeine Meinung ber ihr musikalisches Knnen sowie der damit verbundene Aufstieg natrlich nicht verborgen geblieben und auch von ihren abgedrehten Live-Shows habe ich des fteren gehrt. Ich selbst habe sie lediglich auf dem Ieperfest vor drei Jahren einmal live gesehen und konnte mich dabei weder von dem einen noch von dem anderen berzeugen. Fr mich waren sie einfach nur eine Band unter vielen, was ihrem Aufstieg aber natrlich keinen Abbruch tat. Nun legen sie bereits das dritte Album auf Victory vor, das meine Meinung grundlegend revidiert. Die Scheibe macht auf mich, vor allem auch im Vergleich zu dem Gros der Metalcore-Fraktion, einen bedeutend strukturierteren Eindruck und kann sogar einen gewissen Groove vorweisen. Schnelle und harte Parts wechseln sich ab mit langsameren und nahezu vertrumten Melodien. Letztere gehen wunderbar einher mit den persnlichen und sehr nachdenklichen Lyrics. Hier betreten Darkest Hour gnzlich Neuland. Bisher waren sie als uerst kritische Band bekannt. Mit "So Sedated, So Secure" haben sie 2001 noch organisierte Religionen und den grassierenden Kommerz angeprangert, "Hidden Hands Of A Sadist Nation" attackierte zwei Jahre spter die Doppelbdigkeit der Regierung. Nun findet man mit "District Divided" nur noch einen von elf Songs vor, der in diese Richtung schiet. Auch bei dem Arrangement dieser Songs wird eine Struktur deutlich. Genau in der Mitte des Albums befindet sich nmlich der Track "Low", welcher durch die kurzen und ruhigen Instrumentalstcke "Pathos" und "Ethos" eingebettet ist, bei denen auch eine Akustik-Gitarre sowie Keyboard und Piano zum Einsatz kommen. Davor und danach gibt es jeweils vier Songs der oben beschriebenen Machart. Produziert wurde die Scheibe von Devin Townsend (Strapping Young Lad), der dadurch laut Gitarrist Mike Schleibaum erheblichen Anteil an dem gekonnten Zusammenspiel der atmosphrischen mit den ballernden Parts hat.
"Undoing Ruin" ist neben der "Shadows Are Security" von As I Lay Dying wohl das am meisten erwartete Metalcore-Album dieses Jahres und reiht sich problemlos in die zwar uerst wenigen, aber doch vorhandenen, guten aktuellen Metalcore-Releases ein. So weit ich wei hat die Band auch dieses Jahr wieder einen Auftritt in Ieper. Und ich werde den Teufel tun, mir den entgehen zu lassen.
   
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