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Aus Polen kommt normalerweise ja der billige Alkohol und die viel zu seichten Zigaretten, aber auch äußerst deftiger Death-Metal gehört spätestens seit VADER und DIES IRAE zu den Spezialitäten des Landes. Die aktuelle Scheibe von MUTILATION bildet in dieser Tradition keine Ausnahme. Nach dem death-typischen Intro schließt sich mit "Conflict inside" ein wahres Prachtstück der harten Zunft an. Rollende Double Base-Passagen untermalen die Strophe und messerscharfe Gitarren hacken staccatoartig wahre Killerriffs unter den tiefen Gesang von Frontmann Pawel. Positiv hierbei fällt mir auf, dass das ganze Album nicht mit nervigem Solo-Gefrickel durchzogen ist, sondern es finden sich fette Riffs im Stil von SIX FEET UNDER genau so wie vertrackte Gitarrenmelodien, wie man sie von den zuvor genannten Landsmännern kennt. Allerdings glaube ich nicht, um bei dem Beispiel SFU zu bleiben, dass noch jemals ein SFU-Album auf den Markt kommen wird, wo die Schlagzeug-Kessel so schnell umgerührt werden, wie es bei MUTILATION der Fall ist. Ein echtes Highlight im Reigen der Schlachthymnen wäre mit "In The Name Of Heresy" zu nennen. Dieser Song ist mit 5:46 Min. der längste auf der Platte, die ohnehin - für Death-Metal sehr untypisch - durch sehr lange Lieddauer gekennzeichnet ist. Das Stück ist durch sehr viele durchaus verschiedenartige Teile charakterisiert, die jedoch in ihrer Summe wieder ein echt anspruchsvolles und technisch hochwertiges Gesamtwerk abgeben. Für eine "unkommerzielle Death-Metal-Band" ist das Album "Conflict inside" sehr gut produziert und beweist das musikalische Potential der Akteure. Leider ist die Truppe nicht all zu emsig was Auftritte angeht, denn ich würde mich gerne mal dem LIVE Sound der vier Höllenreiter aussetzen. Ich kann leider keine Empfehlung abgeben wer sich dieses Album unbedingt anhören sollte, jedoch ist es ein echter Leckerbissen für die Freunde der sehr harten Gangart. Eben purer Death-Metal, der auf jeglichen Schnörkel verzichtet und (mich) ehrlich und handgemacht überzeugt. Wer sich auf eigene Faust mal ein Bild vom Sound und Stil der Polen machen möchte ist hiermit herzlich eingeladen den Titel-Song als MP3-File von der Homepage der Band zu ziehen. |
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