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09. September 2010 - Uhr
 
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NIGHTFALL - I am Jesus
Band: NIGHTFALL
Albumtitel: I am Jesus
Label/Vertrieb: Black Lotus Records
Website: www.nightfallstar.com
Veröffentlichung: 01.07.2003
Laufzeit: 52:51 Minuten
Autor: Andreas Kind
Bewertung: 8 von 15 Punkten
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Dass Metal aus Griechenland immer etwas eigen ist, wissen wir spätestens seit ROTTING CHRIST, SEPTIC FLESH und Konsorten. NIGHTFALL lassen sich ebenfalls nicht lumpen und bieten dem gemeinen Metaller-Volk auf ihrem sechsten Full-Lenght-Scheibchen ihrer über zehnjährigen Bandgeschichte angedunkelten Todesblei, der durch den variablen Keyboardeinsatz und die atmosphärischen, nicht selten gar verträumten Gitarren zusätzlich ein wenig gothisch angehaucht ist.
Die Songs bewegen sich dabei meist passend im Midtempo oder bremsen komplett ab, um stimmigen Breaks und Synthie-Fills die Bühne zu räumen. Der Gesang von Mr Karadimas ist dabei genretypisch keifig und weicht nur selten von dieser Linie ab. Lediglich in "Pale Crescendo of Diamond Suns" und dem folgenden "Luciferin (What if Men could bear Masters)" nimmt seine Stimme auch mal erzählenden Charakter an, was ein wenig an die leider verschiedenen LAKE OF TEARS erinnert.
Insgesamt glänzt das eigenwillig mit "I am Jesus" betitelte Werk auf der einen Seite durch Eingängigkeit innerhalb und andererseits durch Facettenreichtum zwischen den Stücken. Will heißen einen einzelnen Song bekommt man recht schnell ins Ohr, da er nicht zu komplex konstruiert ist, für Abwechslungsreichtum ist auf der Platte aber dennoch gesorgt, auch wenn NIGHTFALL hier noch ausbaufähig sind. Den berühmten Totalausfall hat man leider auch mit auf die CD gebannt, "I've never dreamt the Life we share" geht einem durch das sich eher nach einem abkackenden C64 anhörenden Solo-Gefrickel so was von dermaßen auf die Nüsse... Für die Aufnahmen zu "I am Jesus" hat die Truppe übrigens eine halbe Weltreise ins sonnige Finnland unternommen, um dort das bekannte Tico-Tico Studio heimzusuchen. Hat sich auch gelohnt, lediglich die Gitarren könnten etwas kräftiger braten. Für das optisch hervorragende Artwork zeichnet sich indes Landesgenosse Seth von SEPTIC FLESH verantwortlich, der hier einmal mehr unter Beweis stellt, dass er weit mehr kann als nur gute Musik machen.
Fazit: Nettes Dark Metal Album, das Genre-Fans und Griechenland-Fetischisten gefallen dürfte, mir aber etwas zu soft ausgefallen ist. Anspieltipps: "Luciferin" und "The Poor Us".
   
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