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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DREAM THEATER - Octavarium
Band DREAM THEATER
Albumtitel Octavarium
Label/Vertrieb Atlantic Warner
Homepage www.dreamtheater.net
Verffentlichung 06.06.2005
Laufzeit 75:48 Minuten
Autor John Schmitz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Wenn ich ehrlich bin muss ich zugeben, dass mich die letzten beiden DREAM THEATER Alben "Six Degrees Of Inner Turbulence" und "Train Of Thought" regelrecht "entzaubert" haben. Dazu kommen die zunehmend sterilen und bewegungslosen Gigs der Band, die von berteuerten Ticket- und Merchandisingpreisen berschattet werden. Was bleibt, ist das Hoffen auf ein weiteres Meisterwerk wie "When Dream And Day Unite", "Images And Words" und "Scenes From A Memory". Um es vorweg zu nehmen: "Octavarium" kann sich nicht in die Reihe der gerade erwhnten Hammeralben einreihen. Auch dieses Mal liefern die Amis zwar ein solides und gutes Album ab, es fehlt jedoch das gewisse Etwas.
Der Opener "The Root Of All Evil" ist eine thematische Fortsetzung von "The Glass Prison" (SDOIT) und "This Dying Soul" (TOT). Diese zweigeteilte Nummer rockt gut nach vorne und wei durch einen schnen Chorus zu gefallen. Eins der besten Stcke der Scheibe. Weiter geht's mit "The Answer Lies Within", einer sehr ruhigen und kurzen Ballade, die aber lange nicht so magisch ist wie seinerzeit "Another Day". Das atmosphrische "These Walls" erinnert durch seinen dsteren Charakter an "Train Of Thought" - sehr depressiv! Anschlieend liefern die New Yorker mit "I Walk Beside You" einen lupenreinen Pop-Song im Stile von COLDPLAY, MUSE und Konsorten ab. Mit viereinhalb Minuten ungewhnlich kurz fr DT Verhltnisse. Mit "Panic Attack" wird's dann Gott sei Dank wieder heftiger. Leider ist der Chorus nicht wirklich gelungen und somit ist die Nummer trotz toller Parts kein richtiges Highlight. "Sacrificed Sons" hingegen kann durchweg berzeugen. Der Aufbau ist interessant arrangiert, denn das Stck beginnt getragen, wird dann sehr intensiv und geht nach ca. vier Minuten in einen rasanten Instrumentalpart ber, der bei sieben Minuten in einem tollen Riff gipfelt, um dann wieder in die ursprngliche melancholische Gesangsmelodie zu verfallen. Geile Sache das!!! Okay, am Schluss muss man noch einen draufsetzen. Dies tun die Buben in Form des 24-mintigen Titeltracks. Beschreibungen spare ich mir an dieser Stelle, denn diese musikalische Reise muss jeder selbst antreten. Ich persnlich finde das Epos, das eher rockig denn metallisch ausgefallen ist und an IQ erinnert, nicht durchgehend spannend. Es kommt nur langsam in die Ptte und erscheint zuweilen etwas zh. Ein solch langes Stck lebt von Hhepunkten, auf die man sich beim Hren freuen kann. Diese Hhepunkte fehlen mir ein wenig. "A Change Of Seasons" konnte da weit mehr bieten. Im Vergleich zu "ACOS" oder SYMPHONY X' "Divine Wings Of Tragedy", bzw. "The Odyssey" oder RUSH's "2112" verliert "Octavarium" ganz klar.
Fazit: "Octavarium" macht wieder mehr Spa als die Vorgnger, lsst aber den Zauber vergangener Tage vermissen. Dennoch muss man das Album haben, denn neben guten Songs, ist das Artwork sehr gelungen und die Spielzeit von rund 75 Minuten spricht fr sich.
   
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