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Ich kann mich noch gut erinnern als das erste Werk von QNTAL veröffentlicht wurde. Viele Rezensenten sahen das Projekt zu jener Zeit mit einiger Berechtigung als quasi weiblichen Zwilling der damals bereits vergleichsweise etablierten DEINE LAKAIEN. Kein Wunder, war deren Mastermind Ernst Horn zu jener Zeit doch verantwortlich für Songwriting und die Bearbeitung historischer Musikstücke bei QNTAL. Das Projekt hat es sich seit jeher zur Aufgabe gemacht, zwar Inspiration bei Vorbildern des Mittelalters zu suchen und nutzbar zu machen, im Gegensatz zu anderen Projekten interpretiert man jedoch diese Inspiration in den Zusammenhang moderner, und weitgehend mit elektronischen Mitteln umgesetzter Musik. Hypnotische fast trancige Stücke werden jedoch häufig durch den Einsatz antiker Instrumente geerdet und verleihen einen unverwechselbaren Charakter, ebenso wie die geschulte aber eigensinnige Stimme von Syrah. Auf dem nunmehr vierten Album sorgt sicher auch die Mitarbeit von Michael Popp für entsprechende Kontinuitäten. Und doch hebt sich "Ozymandias" wohltuend von früheren Werken der Band ab: Die Verwechselbarkeit von LAKAIEN- und QNTAL -Sounds hat ein definitives Ende gefunden. Auch der letzte Kritiker müsste QNTAL nun als eigenständiges Projekt Tribut zollen. Mit "All For One" schwebt der geneigte Zuhörer in das Album hinein, wird sozusagen eingesogen, während "Ozymandias" eine derart dichte Spannung erzeugt, welche in "Vogelfluc" erstmals harmonisch-tanzbar eine Auflösung findet. Eingeleitet mit spinetartigen Klängen breitet "Blac" seine Schwingen zu einem nicht minder schönen Flug aus: sphärische verzerrte und unverzerrte Gitarren lassen das Stück für QNTAL vergleichsweise rockig erscheinen - mehr davon! "Dulcis Amor" wrkt dagegen wie ein angenehmer Ausflug in die Vergangenheit der Band. Zu Beginn von "Cupido" erscheinen wahrhaft die Reiche Mittelerdes aus dem dichten Nebel, während der dann recht flotte Song eher zum Tanz einlädt. Auch wirken hier die männlichen Backgroundvocals und ein flotter Rhythmus enorm dynamisierend. Entsprechend fängt "Flow" das Album erneut ab und bildet so in gewisser Weise die Mitte des Albums. Ähnlich wie "Cupido" besticht das folgende "Flamma" durch rhytmische Dynamik, wie dies vergleichbar bei "Ad Mortem Festinamus" (QNTAL 1) zu hören war. "Amor Volat" ist in seiner Anlage, sowie verwendeten Harmonien eher wie ein Gothrockstück der SISTERS angelegt und kann sich zu einem echten Ohrwurm entwickeln!!! Dagegen holt "Ozymandias 2" durch seine verqueren Disharmonien den Hörer zurück auf den Boden. Pauken und Drehleiern lassen uns bei "Indiscrete" einen echten Hexentanz erleben. Das sphärische "Noit E Dia" ist ebenfalls ein Stück in bester Tradition, während "Remember Me" eine wahrhaft ergreifende Arie darstellt, welche mich stark an Mozarts Requiem erinnert. Ein abschliessender Grund dem Werk die Absolution zu erteilen. Also: Wer Metalhead ist, ohne Ignorant sein zu wollen und ab und zu über den eigenen Bierkrug schaut, sollte sich diese CD zulegen, ganz ehrlich! |
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