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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

QNTAL - Ozymandias
Band QNTAL
Albumtitel Ozymandias
Label/Vertrieb Drakkar
Homepage www.qntal.de
Verffentlichung 09.05.2005
Laufzeit 63:03 Minuten
Autor Martin Krtz
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Ich kann mich noch gut erinnern als das erste Werk von QNTAL verffentlicht wurde. Viele Rezensenten sahen das Projekt zu jener Zeit mit einiger Berechtigung als quasi weiblichen Zwilling der damals bereits vergleichsweise etablierten DEINE LAKAIEN. Kein Wunder, war deren Mastermind Ernst Horn zu jener Zeit doch verantwortlich fr Songwriting und die Bearbeitung historischer Musikstcke bei QNTAL. Das Projekt hat es sich seit jeher zur Aufgabe gemacht, zwar Inspiration bei Vorbildern des Mittelalters zu suchen und nutzbar zu machen, im Gegensatz zu anderen Projekten interpretiert man jedoch diese Inspiration in den Zusammenhang moderner, und weitgehend mit elektronischen Mitteln umgesetzter Musik.
Hypnotische fast trancige Stcke werden jedoch hufig durch den Einsatz antiker Instrumente geerdet und verleihen einen unverwechselbaren Charakter, ebenso wie die geschulte aber eigensinnige Stimme von Syrah. Auf dem nunmehr vierten Album sorgt sicher auch die Mitarbeit von Michael Popp fr entsprechende Kontinuitten. Und doch hebt sich "Ozymandias" wohltuend von frheren Werken der Band ab: Die Verwechselbarkeit von LAKAIEN- und QNTAL -Sounds hat ein definitives Ende gefunden. Auch der letzte Kritiker msste QNTAL nun als eigenstndiges Projekt Tribut zollen.
Mit "All For One" schwebt der geneigte Zuhrer in das Album hinein, wird sozusagen eingesogen, whrend "Ozymandias" eine derart dichte Spannung erzeugt, welche in "Vogelfluc" erstmals harmonisch-tanzbar eine Auflsung findet. Eingeleitet mit spinetartigen Klngen breitet "Blac" seine Schwingen zu einem nicht minder schnen Flug aus: sphrische verzerrte und unverzerrte Gitarren lassen das Stck fr QNTAL vergleichsweise rockig erscheinen - mehr davon! "Dulcis Amor" wrkt dagegen wie ein angenehmer Ausflug in die Vergangenheit der Band. Zu Beginn von "Cupido" erscheinen wahrhaft die Reiche Mittelerdes aus dem dichten Nebel, whrend der dann recht flotte Song eher zum Tanz einldt. Auch wirken hier die mnnlichen Backgroundvocals und ein flotter Rhythmus enorm dynamisierend. Entsprechend fngt "Flow" das Album erneut ab und bildet so in gewisser Weise die Mitte des Albums. hnlich wie "Cupido" besticht das folgende "Flamma" durch rhytmische Dynamik, wie dies vergleichbar bei "Ad Mortem Festinamus" (QNTAL 1) zu hren war. "Amor Volat" ist in seiner Anlage, sowie verwendeten Harmonien eher wie ein Gothrockstck der SISTERS angelegt und kann sich zu einem echten Ohrwurm entwickeln!!! Dagegen holt "Ozymandias 2" durch seine verqueren Disharmonien den Hrer zurck auf den Boden. Pauken und Drehleiern lassen uns bei "Indiscrete" einen echten Hexentanz erleben. Das sphrische "Noit E Dia" ist ebenfalls ein Stck in bester Tradition, whrend "Remember Me" eine wahrhaft ergreifende Arie darstellt, welche mich stark an Mozarts Requiem erinnert. Ein abschliessender Grund dem Werk die Absolution zu erteilen.
Also: Wer Metalhead ist, ohne Ignorant sein zu wollen und ab und zu ber den eigenen Bierkrug schaut, sollte sich diese CD zulegen, ganz ehrlich!
   
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