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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DEEP INSIDE MYSELF - At a late Hour
Band DEEP INSIDE MYSELF
Albumtitel At a late Hour
Label/Vertrieb Silverdust Records
Homepage www.deepinsidemyself.de
Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Andre Kreuz
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Ok, ich fang mal mit den negativen Aspekten von "At a late hour" an. Uh, das ist gar nicht so einfach wenn man die Platte dabei hrt... Ok... Das Cover, ja genau. Das Cover ist Mist und knnte so auch auf irgendeiner Entspannungs-CD aus dem Supermarkt von nebenan drauf sein, also alles andere als ein Hingucker. Dann htten wir da noch den Drumcomputer, der geht mir auf die Nsse!!! Soll blo keiner behaupten, das merke man nicht, von wegen! Klingt einfach zu steril, zu perfekt und zu einfallslos programmiert. Und dann wre da noch..., ja was denn eigentlich? Nix! berhaupt gar nix! DEEP INSIDE MYSELF schenken mir die schnsten Review-Stunden, die ich seit langem genieen durfte, kaum eine CD hat sich in letzter Zeit so unangefochten lange und ausdauernd in meiner Anlage warmgelaufen, HAMMER! Die Oberpflzer haben hier ein Meisterwerk geschaffen, das sich brachialst weigert, in irgendwelche Schubladen gepresst zu werden, mir jedenfalls fllt keine Band ein, die auch nur ansatzweise hnlich klingt. Das knnte aber auch daran liegen, dass ich mich in diesen Gefilden normalerweise weniger zu Hause fhle, was aber wiederum ein Kompliment an DEEP INSIDE MYSELF darstellt! Grob wrde ich die Musik in den Gothic Metal Bereich einordnen, aber wirklich nur grob. Hier werden Ausflge in so viele Regionen unternommen, dass mir diese Einschrnkung fast schon blasphemisch erscheint. Und trotz diesen Ausbrchen ist das Album von vorne bis hinten eingngig und nachvollziehbar, ich wrde sogar jedem einzelnen Track Ohrwurmqualitten attestieren, die sich auch nach dem 25. Durchlauf nicht in Langeweile verlieren, erstaunlich! Das liegt sicher an den herrlichen Melodiebgen, die die beiden Gitarren ein ums andere Mal aufbauen, an der satten Bass-Untersttzung und vor allem an den genialen Keyboard-Klngen. So voller Schwermut und Melancholie... Und doch scheint hier und da ein Hoffnungsschimmer durch. Ist wirklich verdammt schwierig, das Gefhlsspektrum zu beschreiben, das einen beim Hren von "At a late Hour" durchstrmt. Nur um Missverstndnissen vorzubeugen: Hier regiert trotzt allem der Metal, auch wenn sicherlich keine neuen Hrte-Rekorde aufgestellt werden. Als einziger mglicher Anhaltspunkt fr Vergleichs-Junkies sei die Gitarren-Arbeit von HYPOCRISY in ihren melodischen Momenten genannt, bei "One Single Answer" kommt mir das eine Riff da sogar verdammt bekannt vor...! Was den Gesang angeht: Meist verweilt man der Musik dienlich im Klargesang, nicht selten wird aber auch der Death Metal Hammer ausgepackt und man growlt schn tief ins Mikro. Oft sind gerade diese bergnge, vom gefhlvollen Klargesang in die harten Death-Vox, die intensivsten Momente auf der Platte. Leute, checkt den Dreier unbedingt mal an, ich hab belste Bedenken, dass DEEP INSIDE MYSELF in der gnadenlosen Verffentlichungswelle sang- und klanglos untergehen, oder doch aufgrund flchendeckender Ignoranz ber ihren bisherigen Status nicht hinauswachsen werden. Wrde mir selten so leid tun, wie in diesem Fall.
   
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