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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GRABNEBELFÜRSTEN - Schwarz gegen Weiß
Band GRABNEBELFÜRSTEN
Albumtitel Schwarz gegen Weiß
Label/Vertrieb Black Attack
Homepage www.grabgewalt.de
Veröffentlichung 23.05.2005
Laufzeit 62:50 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Mit "Schwarz Gegen Weiß" veröffentlichen die eigenwilligen GRABNEBELFÜRSTEN aus Deutschland ihren Drittling. Über eine Stunde bekommt man Black Metal der besonderen Art aufgetischt, der kaum einem Vergleich mit Genre-Kollegen zulässt.
Nach dem mulmigen Intro "Der entgleiste Körper" starten die Fürsten direkt mit dem Titeltrack, der größtenteils recht straight gehalten ist. Auffallend sind die untypisch als Screams und teils als eher mittelprächtiger Normalgesang intonierten Vocals, die leider etwas zu leise gegen das musikalische Brett antreten. Auch die Klampfen könnten etwas mehr Schmackes haben, da sie für meinen Geschmack zu warm klingen. Geschwindigkeitstechnisch verweilt man zu Beginn in eher gemäßigten Bereichen, was aber nicht von Dauer sein soll, da auf der CD recht variabel mit dem Tempo umgegangen wird. Dennoch ist das nach dem kurzen Zwischenspiel "Der Wanderer Teil 2" platzierte Stück "Der Teufel" der erste Track, der wirklich und wahrhaftig aufhorchen lässt. Plötzlich klingt die Band, bei der man bisher manchmal das Gefühl hatte, sie würde mit angezogener Handbremse musizieren, wie entfesselt. In etwa zehn Minuten wird hier ein emotionales Feuerwerk abgebrannt, das sämtliche gefühlsmäßigen Höhen und Tiefen durchleuchtet und ständig im Aggressionpotential nach oben und unten pendelt. Dazu schimmern ein paar feinfühlig intonierte und perfekt auf den Punkt gezimmerte Keys durch, so dass man den GRABNEBELFÜRSTEN spätestens hier den ersten Hit der Scheibe attestieren kann. Auch wenn die zweite Hälfte von "Schwarz gegen Weiß" die Power dieses Songs nicht ganz halten kann, so ist sie doch die bessere und hinterlässt somit einen positiven Eindruck beim Konsumenten.
"Schwarz gegen Weiß" ist mit seinen durchgehend deutsch gehaltenen Texten und gelegentlichen fast rockigen Ausflügen sicher nicht jedermanns Sache, Black- und Düster-Metaller allgemein mit einer gewissen Neigung zur Extravaganz werden mit dem Scheibchen aber bestens bedient.
   
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