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Sind Deutsche die besseren Schweden?? Diese Frage könnte sich einem unbedarften Hörer nach "Blind", dem dritten Release der Süddeutschen SOUL DEMISE aufdrängen. In dickstes Soundgewand gepresst, das unter der Regie des dämlichen, äh, dänischen Produzenten Jacob Hansen (u.a. HATESPHERE und ILLDISPOSED) gewoben wurde, eröffnet "Still Alive" ein extrem kraftvolles Stück Death Metal. Klar von der schwedischen Schule beeinflusst groovt und melodeit es mit einer Spielfreude und einer erfrischenden Dynamik aus den Boxen, dass sich die vermeintlichen Vorbilder nach wärmer als sonst anziehen müssen. "Blind" strotzt nur so vor Kraft, Druck und Ideen und gehört in diesem Genre für meinen Geschmack zu den besten Releases der letzten Zeit. Einfach genial, wie aggressiv schrubbende Riffs in gefühlvolle Leads übergehen, wie das Drumming vom typischen Gehacke in wummernde Doublebass-Walzen einschwenkt und wie sich Sänger Roman unter Beihilfe von Klampfer Andreas durch die Songs wütet. Auf Klargesang wird dankenswerterweise verzichtet, ohne scheint es ja anderorts kaum noch zu gehen. Trotz der deutlichen Beeinflussung (siehe AT THE GATES, CARCASS etc.) aus dem Land der Elche haben sich SOUL DEMISE dabei ihre eigene Identität aufgebaut, die meiner bescheidenen Meinung nach lediglich zu Beginn des akustisch eingeleiteten "Hallucination" durch schwere DAWN-Parallelen eine minimale Delle bekommt. Ansonsten wird Abwechslung groß geschrieben, so dass neben erwähntem Auftakt von "Hallucination" mit "Mirror Of Thoughts" und zum Schluss "Perishing Blind" zwei formvollendene Instrumentals den Weg auf "Blind" gefunden haben. Fazit: Ob Deutsche und speziell Süddeutsche jetzt die besseren Schweden sind, wage ich zwar zu bezweifeln, dass SOUL DEMISE mit ihrem jüngsten Release aber einen echten Killer aus dem Ärmel geschüttelt haben ist hingegen unwiderlegbar. Hörproben gibt es übrigens auf der Homepage der Mannen, check it out! |
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