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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PRO-PAIN - Prophets Of Doom
Band PRO-PAIN
Albumtitel Prophets Of Doom
Label/Vertrieb Continental/Rawhead
Homepage www.pro-pain.com
Verffentlichung 25.04.2005
Laufzeit 43:37 Minuten
Autor Thomas Roos
Bewertung 10 von 15 Punkten
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In meiner Jugendzeit bin ich noch voll auf die Band abgefahren. Das Debt "Foul Taste Of Freedom" hatte 1992 auch noch ziemlich eingeschlagen. Der Nachfolger "The Truth Hurts" konnte das sogar noch toppen. Mit dem dritten Album "Contents Under Pressure" konnte man das Niveau jedoch nicht halten, ich verlor mit der Zeit das Interesse und habe mich schlielich aus dem Pro-Pain-Ding raus entwickelt. Ich empfand es im Laufe der nchsten Jahre auch als uerst strend, dass sie stets als Hardcore-Veteranen propagiert wurden, obwohl sie mit der Szene wirklich gar nichts zu tun haben. Sie machen eher eine Art Hardcore-Crossover. Nur weil man aus New York kommt, die School Of Hard Knox durchlebt hat und Frontmann Gary Meskil frher bei den Crumbsuckers war (na super!), wird man noch nicht automatisch zu einer HC-Band. Der Quatsch nervt auch heute noch. In Holland wurden Pro-Pain alle Jubeljahre wieder mal gerne als Headliner auf das ein oder andere HC-Festival gebucht, aber das war letzten Endes auch immer nur ein Spiel mit dem Image und hatte rein wirtschaftliche Grnde. Doch auch ohne die Entwicklung genau zu verfolgen, blieb mir nicht verborgen, dass die New Yorker echte Fliebandarbeiter sind, denn das hier ist mittlerweile schon ihr zehntes(!) Studioalbum. Auch war ich bereits darber informiert, dass es zwischen diesen Alben keine wirklichen Unterschiede gibt, da auch die Musik wie am Flieband produziert wird. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass hier irgend etwas anders ist als frher. Ich konnte nur nicht genau sagen, was es ist. Mir kam der Gedanke, es knnte etwas doomiger und schwerflliger geworden sein. Doch ich hrte mir die alten Scheiben noch einmal zum Vergleich an und wurde eines besseren belehrt. Beim nchsten Durchlauf des neuen Albums wurde mir dann aber klar, was es ist: Es handelt sich lediglich um ein neues Album mit bisher noch unbekannten Songs. Ansonsten ist alles beim Alten. Vielleicht ein Tick weniger Groove, dafr eine Unze mehr Kompromisslosigkeit, aber nicht weniger Eingngigkeit. Denn darin waren Pro-Pain immer schon gut: Songs zu machen, die hngen bleiben. Trotz allem hren sich die Lieder nie gleich an. Jedes ist anders, aber trotzdem unverkennbar Pro-Pain. Natrlich wieder mit herrlich anti-amerikanischen Lyrics. So heit ein Song beispielsweise "Un-American", aber auch der Titel "Operation Blood For Oil" spricht natrlich Bnde. Fans bekommen neuen Stoff, den sie sich bedenkenlos rein ziehen knnen. Aber auch viele andere knnen an dieser Platte Gefallen finden. Ich war berrascht, dass sie mich wider Erwarten doch so begeistern konnte. Zumindest bis zum sechsten Song. Bei den letzten vier ist die Luft ein wenig raus. Das drckt die Bewertung etwas.
   
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