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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NAPALM DEATH - The Code Is Red...Long Live The Code
Band NAPALM DEATH
Albumtitel The Code Is Red...Long Live The Code
Label/Vertrieb Century Media Records
Homepage www.enemyofthemusicbusines...
Verffentlichung 25.04.2005
Laufzeit 45:15 Minuten
Autor Thomas Roos
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Napalm Death aus Birmingham, England sind ganz sicher jedem ein Begriff. Schlielich sind sie nicht nur schon in den entlegensten Winkeln der Welt aufgetreten und haben eine Menge Anhnger extremer Musik beeinflusst, sondern gelten sogar als die Godfathers des Grindcore. Zur genaueren Hintergrundinfo sei lediglich noch gesagt, dass die Band schon seit sage und schreibe 24 Jahren existiert, auch wenn das Debut "Scum" erst 1987 erschienen ist. Von der Urbesetzung ist zwar keiner mehr dabei, aber die Outputs unter dem markanten Namen sind mittlerweile Legion und kaum mehr berschaubar. Die Musik ist heute wie damals schnell, aggressiv, brachial und besteht aus Thrash-Metal- sowie HC/Punk-Elementen. Die Feinde der Musik-Industrie sind also nie auch nur ein Stck weit von ihrem Weg abgewichen, geschweige denn kommerziellen Verlockungen erlegen. Allein dafr gebhrt der Band schon ordentlich Respekt. Ob der in diesem Zusammenhang auch schon verwendete Begriff "Legende" hier wirklich zutrifft, mchte ich jedoch der Beurteilung jedes Einzelnen berlassen. Trotzdem ist auch bei Napalm Death eine gewisse Entwicklung zu verzeichnen. Alles andere wre sicher auch Stagnation. So wurden seit Mitte der Neunziger vermehrt Groove und Melodien einflieen gelassen, was der Brutalitt jedoch keinen Abbruch tat. Dies wird durch das neue Album wieder lautstark unter Beweis gestellt. Auffallend ist aber, dass nun auch Doom-Elemente ihren Einfu gefunden haben. Dies wird schon beim Opener "Silence Is Deafening" deutlich, "Morale" und "Our Pain Is Their Power" sind sogar typische Doom-Songs, welche fr ND natrlich wiederum untypisch langsam sind. Seltsamerweise beschlieen die beiden Songs auch das Album anstatt das sie der Abwechslung halber mittendrin eingestreut wren. Aber wem die Songs nicht zusagen sollten, der kann sich dann eben einfach nur die ersten dreizehn Tracks anhren, die alleine eigentlich fr ein Album schon locker ausreichend sind. Die Laufzeiten der Songs zwischen 0:52 und 4:44 Minuten zeigen auch, dass nicht einfach ein simples Schema durchgezogen wird. Jeder Song steht mehr oder weniger fr sich. Natrlich werden auch wieder politische Botschaften verbreitet. Man betrachte sich nur mal den Album-Titel und den gleichnamigen Song, der ein militrisches Thema verwendet, um es auf den allgemeinen Zustand der Welt zu beziehen. Ein "Code Red" ist ein nicht den Vorschriften entsprechender inoffizieller Befehl, der gegen die Menschenrechte verstt. Durch die politische Haltung grenzen sich Napalm Death von vielen Metal-Bands ab und zeigen auch ihre Verbundenheit zum Punk. So wurde das neue Album auch von Russ Russell produziert, der schon fr The Exploited ttig war. Als Gastsnger sind brigens Jamey Jasta (Hatebreed), Jello Biafra (Dead Kennedys/Lard) und Jeff Walker (ex-Carcass) am Start. Gerade in Zeiten, wo die Genre-Grenzen immer mehr zerflieen, werden ND mit diesem Album sicher noch einige neue Anhnger finden. So zum Beispiel wenn sie im Sommer mit Most Precious Blood und Diecast durch Europa touren.
   
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