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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THE SIXTH INCUBATOR - Inphonoir
Band THE SIXTH INCUBATOR
Albumtitel Inphonoir
Label/Vertrieb Cudgel Agency
Homepage www.the-sixth-dimension.com
Verffentlichung 26.05.2003
Laufzeit 65:32 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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THE SIXTH INCUBATOR, das ist das Duo Chris Mummelthey (Vox) und Stefan Schunke (Programming/Git.). Und womit beglcken die beiden unsere verwhnten Ohren? Gute Frage, ich hab mal was von "Psychedelic Death Metal/Grindcore" gelesen, das trifft die Sache eigentlich schon ganz gut.
Nach dem spannungsgeladenen Intro wird nmlich schnell klar, dass einen hier alles andre als leichte Kost erwartet, THE SIXTH INCUBATOR zeigen sich auf "Inphonoir" erstaunlich wandlungsfhig und ballern dem Hrer eine Vielfalt vor den Latz, die erst mal verdaut werden will. Das Fundament bildet dabei die tonnenschwere und kilometertiefe Gitarrenarbeit, die den Boxen schon einiges abverlangt. Durch den Einsatz des Drumcomputers wirkt die Mucke sehr rhytmusorientiert und erhlt eine ordentliche Industrial-Schlagseite, was noch durch den Synthie- und Sample-Einsatz verstrkt wird. Dazu gibt es teils wirklich schrge Leads ("Calm of Perversion" oder "Heroin and lusting found") und derbe, gepresst wirkende Vocals, die ab und an an den guten alten Max Cavalera erinnern. berhaupt kann man SOULFY und ein bisserl PRONG als nchstliegenden Vergleich zitieren, auch wenn der etwas hinkt, T6I sind doch wesentlich derber und eben auch experimenteller.
"We're Death Metal Power" (geiler Titel!) glnzt bspw. mit Tekkno-artigen Loops und brachialen Bass-Schlgen, das liebevoll "Cum into your Face" benannte Liedchen Nr. 11 kommt dagegen eher wie Schrammel-Punk/HC daher. Aus dem Rahmen fallen auch die Stcke "Balladesk 1/2", die die Band von der ruhigeren, nachdenklicheren Seite zeigen. Flotter ist dagegen wieder "Skum" und verdammt unmetallisch und dem PRODIGY-Lager zuzuordnen ist "Fight (Tribal six-remix)". Der rote Faden auf "Inphonoir" ist aber dennoch die eingangs erwhnte "Psychedelic Death Metal/Grindcore" Richtung, die zudem keine Geschwindigkeitsrekorde bricht und ihre Durchschlagskraft eher aus dem Midtempo bezieht.
Ein klarer Schuss in den Ofen ist leider das selten beschissene Cover-Artwork und das dumme Logo, das wie von einem gewissen Cola-Bier-Mixgetrnk gesponsort aussieht... Kann ich nicht vestehen, zumal auf der Homepage von T6I (s.o.) die knstlerischen Fertigkeiten von Chris Mummelthey eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden, teilweise kann man das auch im gelungenen Booklet bewundern.
Davon abgesehen ist "Inphonoir" aber auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn das gute Stck wohl eher der Minderheit gefallen drfte und man eine gehrige Portion Offenheit mitbringen muss. Wie sagt die Band so schn: "we're ugly - but we rock!!!"
   
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